Typisches Pariser Wohnhaus im Stil von Baron Haussmann - hier auf der Butte de Montmartre. Foto: Hilke Maunder
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Bummeln in Paris: die schönsten Viertel

Bummeln in Paris: Gibt es Schöneres? Die französische Kapitale ist eine Stadt für Flaneure. Für alle, die das erste Mal in Paris sind und Lust haben, die französische Hauptstadt beim gemütlichen Schlendern und Schauen kennenzulernen, gibt es hier reichlich Inspiration.

Noch schöner wurde das Bummeln in Paris durch den radikalen nachhaltigen Stadtumbau, den Frankreichs Hauptstadt derzeit erlebt. Zahlreiche kleine Nebenstraßen sind heute für Autos gesperrt, Plätze und Boulevards rückgebaut, das Seineufer verkehrsberuhigt und verwandelt in eine einzige innerstädtische Meile zum Schlendern und Schauen.

Bummeln in Paris: Das ist heute in nahezu der gesamten Innenstadt ein traumhaftes Vergnügen. Lasst euch treiben und taucht ein in die einzigartige Atmosphäre der Flanierviertel von Paris!

Bummeln in Paris: die Top 10-Viertel

Belleville

Belleville gehört zu den kreativsten und wandelbarsten Vierteln von Paris. Früher Arbeiterviertel und Einwandererquartier, zieht das Gebiet zwischen dem 19. und 20. Arrondissement heute Künstler, Musiker und junge Kreative an. Chinesische Supermärkte, alternative Bars und Ateliers existieren hier ganz selbstverständlich nebeneinander.

Das Herz des Viertels schlägt rund um die Rue de Belleville und den Parc de Belleville. Von dort eröffnet sich einer der schönsten Ausblicke auf die Dächer der Hauptstadt – ganz ohne Gedränge wie auf Montmartre. Beim Bummeln in Paris entdeckt ihr in Belleville farbenfrohe Wandbilder, kleine Konzertlokale und versteckte Treppenwege, die immer wieder neue Perspektiven auf die Stadt freigeben. Besonders spannend ist der Kontrast zwischen alter Pariser Alltagskultur und neuer urbaner Kreativszene, die das Viertel bis heute ständig verändert.

Butte-aux-Cailles

Street-Art an jeder Ecke, kleine Häuser mit Gärten und Kopfsteinpflaster statt großer Boulevards: Die Butte-aux-Cailles im 13. Arrondissement fühlt sich eher wie ein Dorf an als wie Paris. Das hügelige Viertel versteckt sich seit jeher den großen Achsen der Stadt und hat sich dadurch eine fast überraschende Ruhe bewahrt.

Beim Bummeln in Paris entdeckt ihr hier bemalte Hauswände, verwinkelte Gassen und alte Arbeiterhäuser, die zwischen modernen Wohnblocks überlebt haben. Besonders am Abend entfaltet die Butte-aux-Cailles ihren Charme. Dann sitzen die Pariser auf den Terrassen der kleinen Bars, trinken ein Glas Wein und genießen die entspannte Atmosphäre fernab der großen Touristenströme. Zum Markenzeichen des Viertels wurde auch die farbenfrohe Street-Art, für die internationale Künstler die Fassaden als Leinwand nutzen.

Canal Saint-Martin

Der Canal Saint-Martin gehört zu den Lieblingsorten der jungen Pariser. Entlang des Wassers wechseln sich alte Schleusen, eiserne Fußgängerbrücken, kleine Boutiquen und hippe Cafés ab. Das Viertel rund um den Kanal wirkt wie ein einziges großes Freiluftwohnzimmer.

Besonders schön ist ein Spaziergang am frühen Abend. Dann sitzen Studenten, Kreative und Nachbarn mit Baguette und Wein am Ufer, während die Ausflugsschiffe langsam durch die Schleusen gleiten. Platanen spiegeln sich im Wasser, Fahrräder klappern über die Brücken, und aus den geöffneten Fenstern dringt Musik auf die Straße. Der Canal Saint-Martin zeigt beim Bummeln in Paris ein modernes, junges Paris, das lässig und urban zugleich wirkt.

Der Faubourg Saint-Antoine

Paris: Ein Handwerkerhhof der Faubourg Saint-Antoine. Foto: Hilke Maunder
Ein Handwerkerhof im Faubourg Saint-Antoine. Foto: Hilke Maunder

Versteckte Innenhöfe, alte Werkstätten und der Duft von Holz: Der Faubourg Saint-Antoine zwischen Bastille und Nation gehört zu den spannendsten Vierteln für alle, die beim Bummeln in Paris das authentische Handwerkerherz der Stadt entdecken möchten. Seit dem 17. Jahrhundert arbeiteten hier Tischler, Ebenisten und Kunsthandwerker. Schmale Durchgänge entführern in die Vergangenheit des Viertels.

Hinter den unscheinbaren Fassaden öffnen sich plötzlich grüne Höfe voller Ateliers, Designstudios und kleiner Galerien. Besonders reizvoll ist die Passage du Chantier, wo Holzstaub und Handwerkskunst noch immer zum Alltag gehören. Dazwischen laden Cafés, Weinbars und kleine Concept Stores zum Verweilen ein. Das Faubourg Saint-Antoine wirkt rauer, entspannter und weniger geschniegelt als viele andere Pariser Viertel – genau das macht seinen Charme aus.

La Goutte d’Or

Auf den ersten Blick arm, dafür voller Energie: La Goutte d’Or am Fuß von Montmartre gehört zu den multikulturellsten Vierteln von Paris. Der Name – „Goldener Tropfen“ – erinnert an einen einst berühmten Weißwein, der hier im Mittelalter angebaut wurde. Heute prägen afrikanische Märkte, orientalische Gewürzdüfte und lebendige Straßenszenen das Viertel.

Zwischen Barbès und Château Rouge fühlt sich Paris plötzlich ganz anders an. Händler bieten Stoffe, Schmuck und exotische Früchte an, aus kleinen Restaurants strömt der Duft von Couscous und gegrilltem Fleisch auf die Gehwege. Die Goutte d’Or ist laut, dicht und manchmal chaotisch – aber genau darin liegt ihre Faszination. Wer beim Bummeln in Paris auch die sozialen und kulturellen Kontraste der Hauptstadt erleben möchte, entdeckt hier eines der spannendsten Viertel der Metropole.

Der Marais

Zu den traditionsreichen jüdischen Lokalen haben sich auch trendige Zeitgeist-Restaurants mit jüdischer Küche gesellt. Foto: Hilke Maunder
Zu den traditionsreichen jüdischen Lokalen haben sich auch trendige Zeitgeist-Restaurants mit jüdischer Küche gesellt. Foto: Hilke Maunder

Im dritten und vierten Arrondissement von Paris findet ihr das beliebte Ausgeh- und Szeneviertel Le Marais. Sein Name verrät, was sich einst hier erstreckte: marais, Sumpf.

Prächtige Herrenhäuser, von denen sich viele zu Museen gewandelt haben, säumen die schmalen Straßen. Zu den schönsten Perlen des 17. Jahrhunderts, die ihr beim Bummeln in Paris entdecken könnt, gehören das Hôtel de Guénégauld, das Hôtel de Sully, das Hôtel de Carnavalet oder das Hôtel de Marle. Seine kleinen Gassen bringen euch beim Bummeln in Paris zur Place des Vosges, die auf Wunsch von König Heinrich IV. geplant und unter Ludwig XIII. vollendet wurde.

Der schönste Platz des Marais: die Place du Vosges. Foto: Hilke Maunder
Der schönste Platz des Marais: die Place du Vosges. Foto: Hilke Maunder

Picknickt im kleinen Park, freut euch über freies WLAN oder legt eine Pause in den legendären Cafés und Restaurants der Place des Vosges ein, an dem Nationaldichter Victor Hugo einst lebte. Mehr zum royalen Platz erfahrt ihr hier.

Und lauft dann weiter auf dem Kopfsteinpflaster hin zur berühmten Rue des Rosiers, dem alten Pletzl der Pariser Juden, oder zur Rue du Roi de Sicile. Wer Märkte liebt, sollte den Marché des Enfants Rouges nicht verpassen, zur Mittagszeit das Schlemmerziel mit Weltküche in seinen Gassen.

Die Champs-Élysées

Das Synonym für Bummeln in Paris ist sicherlich die breite Avenue der Champs-Élysées. Sicherlich, das Viertel rund um die weltberühmte Flaniermeile ist sehr touristisch. Schönste Allee der Welt nenne sich die Straße, die jeden ersten Sonntag im Monat den Fußgängern und Flaneuren gehört. Dann ist jeglicher Fahrzeugverkehr verboten. Einen Bummel über diese weltberühmte Straße sollte jeder einmal in seinem Leben gemacht haben.

Die Place de la Concorde mit einem der Hittorff-Brunnen, dem Obelisken, dem Hôtel de Crillon (l.) und dem Hôtel de la Marine (r.). Foto: Hilke Maunder
Die Place de la Concorde mit einem der Hittorff-Brunnen, dem Obelisken, dem Hôtel de Crillon (l.) und dem Hôtel de la Marine (r.). Foto: Hilke Maunder

Er beginnt an der Place de la Concorde und endet nach rund zwei Kilometern an der Place de l’Étoile (Place Charles-de-Gaulle) am Fuße des Triumphbogens, den Napoleon I. 1806 beauftragte. 1836 wurde das Staatssymbol unter Louis-Philippe vollendet.

Detail des Arc de Triomphe mit der Trikolore. Foto: Hilke Maunder
Detail des Arc de Triomphe mit der Trikolore. Foto: Hilke Maunder

Unterwegs könnt ihr euch die Nase platt drücken an den Vitrinen der Flagship-Stores der größten französischen Modehäuser, von Luxusimmobilien träumen oder beim Bummeln in Paris in der Maison Ladurée eine Pause einlegen und die legendären Makronen genießen. Und macht auch einmal einen Schlenker und besucht das „goldene Dreieck“ mit Avenue Montaigne und der Avenue Georges V., die nicht minder stilvoll und edel sind.

Die Fassade von Ladurée an den Champs-Élysées. Foto: Hilke Maunder
Die Fassade von Ladurée an den Champs-Élysées. Foto: Hilke Maunder

Montmartre

Die Basilika von Sacré Cœur, die Straßenkünstler der Place du Tertre, Dalí Paris und die vielen Treppenwege, die sich auf dem Hügel auf und ab winden: Montmartre ist, trotz der vielen Touristen, noch immer ein bezauberndes und romantisches Viertel und gehört zum Bummeln in Paris unbedingt dazu. Zahlreiche berühmte französische Künstler haben hier gelebt.

Wahrzeichen von Montmartre: die Basilika von Sacré-Cœur. Foto: Hilke Maunder
Wahrzeichen von Montmartre: die Basilika von Sacré-Cœur. Foto: Hilke Maunder

Startet euren Besuch am Fuß der Basilika, wo 222 Stufen erklommen werden wollen, bis euch vor der berühmten Kirche die Stadt zu Füßen liegt. Die Aussicht ist einfach atemberaubend!

Bummelt durch die kleinen gepflasterten Gassen zur Place du Tertre mit den lokalen Malern und Portraitisten, die binnen weniger Minuten euer Gesicht auf Papier bannen – mal mehr, mal weniger gut gelungen, aber garantiert zum Einheitspreis, egal, wen ihr fragt.

Mythos Montmartre: die Place du Tertre mit ihren Portraitisten. Foto: Hilke Maunder
Es ist meist Glückssache auf der Place du Tertre von Montmartre, wie gut der oder die Portraitierte getroffen wird. Foto: Hilke Maunder

Es meldet sich der kleine Hunger? Dann speist im Bon Bock, das mit La Maison Rose und dem Clos Montmartre zu den ältesten Restaurants von Montmartre gehört. Und geht bei Einbruch der Nacht die Rue Lepic hinunter zum Moulin Rouge, einem mythischen Ort in der Hauptstadt.

Saint-Germain-des-Prés

Saint-Germain-des_Prés_ Café. Foto: Hilke Maunder
Ein opulenter Blumenschmuck macht dieses Café in Saint-Germain-des-Prés zum Hingucker. Foto: Hilke Maunder

Hinein ins Viertel Saint-Germain-des-Prés auf der Rive Gauche geht’s von der Rue de Rennes. Inmitten der vielen Luxusboutiquen des Viertels findet ihr eines der berühmtesten Cafés der Hauptstadt, das Café de Flore.

Paris, Jardin du Luxembourg: der Palais du Luxembourg. Foto: Hilke Maunder
Der Jardin du Luxembourg mit dem Palais du Luxembourg. Foto: Hilke Maunder

Die schönste Auszeit beim Bummeln in Paris auf der Rive Gauche bietet eine stilvolle grüne Oase: der Jardin du Luxembourg. Auch die Pariser lieben diesen Park. Dort lassen Kinder Modellboote fahren, stellen die Gewächshäuser mehr als 400 Orchideenarten vor und zeigt das Musée du Luxembourg regelmäßig fantastische Ausstellungen.

Paris, Jardin du Luxembourg: Eisverkäufskiosk.Foto: Hilke Maunder
Charmant nostalgisch sind die Service-Kioske im Park. Hier gibt es kühles Eis. Foto: Hilke Maunder

Das Quartier Latin

Eine der vielen Bars am Boule' Mich'. Foto: Hilke Maunder
Eine der vielen Bars am Boul‘ Mich‘. Foto: Hilke Maunder

Vom Boulevard Saint-Michel vorbei am Panthéon bis zur Rue Mouffetard: Im alten Studentenviertel auf dem linken Ufer der Seine gibt es so viel zu sehen, dass der Tag im Quartier Latin viel zu schnell verfliegt.

Wer an der Métrostation Saint-Michel aus dem Untergrund nach oben kommt, sieht gleich eines der Wahrzeichen des Viertels: den eindrucksvollen Brunnen in der Mitte des Platzes.

Beliebter Ort für Livemusik: das Kopfsteinfplaster von der Caféterrasse des Saint-Sev an der Place Saint-Michel im Quartier Latin. Foto: Hilke Maunder
Beliebter Ort für Livemusik: das Kopfsteinpflaster vor der Caféterrasse des SainSev‚ an der Place Saint-Michel im Quartier Latin. Foto: Hilke Maunder

Von dort lohnt ein Abstecher in die charmante kleine Straße von La Huchette, die für ihr Theater und ihre Pianobars bekannt ist. Auch auf dem breiten Boul‘ Miche‘ könnt ihr herrlich das Bummeln in Paris genießen – hier zeigt sich, wie sehr Paris eine Stadt der Flaneure ist.

Lauft dann zur Sorbonne, der berühmten Uni von Paris, die heute über die ganze Stadt verteilt mit ihren Fakultäten ist. Das nahe Musée de Cluny birgt die Reste der antiken Siedlung Lutetia und andere Zeugnisse der Antike und mittelalterlichen Geschichte.

Nächtliche Leuchtreklame im Quartier Latin. Foto: Hilke Maunder
Nächtliche Leuchtreklame im Quartier Latin. Foto: Hilke Maunder

Die Rue Soufflot bringt euch zur Place du Panthéon, wo die Ruhmeshalle der Franzosen sich auf der Butte Sainte-Geneviève erhebt. Lust auf eine Pause? Dann flaniert über die Place de la Contrescarpe zur Rue Mouffetard mit ihren Restaurants und Bars, die immer gut besucht sind.

Paris am Abend

Bummeln in Paris:  eine Ansicht der Île Saint-Louis bei Nacht. Foto: Hilke Maunder
Nachts werden die Brücken von Paris das ganze Jahr hindurch illuminiert. Foto: Hilke Maunder

Paris, ville lumière. Paris, leuchtende Stadt – so wurde Frankreichs Kapitale immer wieder von Malern gepriesen. Tagsüber lassen der Sandstein und die Blei- und Zinkdächer die Stadt in einem ganz eigenen Licht leuchten. Im Sonnenlicht funkelnd, trägt die Seine Licht und Leichtigkeit in die Metropole.

Nachts verzaubert die Illuminationen der Brücken, Plätze und Bauwerke beim Bummeln in Paris. Immer wieder aufs Neue berauscht die Lichtmalerei der ville lumière die Sinne. Und nicht nur bei mir. Paris fotografische Tradition reicht bis zu den Ursprüngen dieser Kunst.

Der Eiffelturm (Tour Eiffel) bei Nacht. Foto: Hilke Maunder
Der Eiffelturm bei Nacht. Foto: Hilke Maunder

Die meistfotografierte Stadt der Welt

Paris gilt als Wiege der Fotografie. Hier wurde das Verfahren am 19. August 1839 vorgestellt und augenblicklich der Weltöffentlichkeit zum Geschenk gemacht.

Paris mit seinen Künstlern, Wissenschaftlern und Handwerkern stellte den Nährboden des Mediums. Umgekehrt war die Stadt selbst von Anfang an Gegenstand ambitionierter fotografischer Projekte. Paris ist die meistfotografierte Stadt der Welt.

Das Luxuskaufhaus von Paris: La Samaritaine am Pont Neuf. Foto: Hilke Maunder
Das Luxuskaufhaus von Paris: La Samaritaine am Pont Neuf. Foto: Hilke Maunder

Inspiration für Fotografen

In ihren Gassen stellte Eugène Atget seine Kamera auf. Robert Doisneau inszenierte vor dem Rathaus seine weltberühmte, „spontane“ Kussszene. Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, David Chim Seymour und George Rodger gründeten in Paris mit Magnum die erste unabhängige Fotoagentur. Im trüben November erhellen die hervorragenden Ausstellungen von Paris Photo im Grand Palais die ville lumière. Paris leuchtet – das ganze Jahr hindurch!

Im Winter verwandelt die opulente Beleuchtung die Champs-Élysées in eine märchenhafte Meile, und Paris inszeniert in den Schaufenstern der Kaufhäuser an den Grands Boulevards ein Reich der Fantasie. Dann dreht sich auch das große Riesenrad auf der Place de la Concorde und lädt euch ein, das Bummeln in Paris einmal aus einer ganz neuen Perspektive zu erleben!

Die Champs-Élysées mit Weihnachtsbeleuchtung, Foto: Hilke Maunder
Die Champs-Élysées mit Weihnachtsbeleuchtung, Foto: Hilke Maunder

Hier könnt ihr schlafen*

 
Paris: Place de la Concorde, nachts. Foto: Hilke Maunder
Die Place de la Concorde bei Nacht. Foto: Hilke Maunder

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Im Buch

Hilke Maunder, Baedeker Paris*

1975 kam ich dank Interrail zum ersten Mal nach Paris und übernachtete in einem einfachen Sleep-in in der Rue de Turenne. Damals ahnte ich noch nicht, dass diese Stadt mich ein Leben lang begleiten würde. In den Jahren danach verbrachte ich fast jedes Jahr viel Zeit in der Kapitale: als junge Frau, die im 18e Arrondissement als Kellnerin jobbte, später mit Partner, schließlich mit meiner Tochter. Und bis heute fehlt mir etwas, wenn ich Paris nicht immer wieder neu erlaufen, erradeln oder durch das Labyrinth der Métro durchstreifen kann.

Aus dieser langjährigen, sehr persönlichen Beziehung zur Stadt ist mein Baedeker Paris* entstanden. Er versteht Paris nicht nur als Ansammlung berühmter Sehenswürdigkeiten, sondern als lebendige, vielschichtige Metropole, die sich mit jeder Reise neu erschließt. Natürlich findet ihr darin die großen Klassiker – vom Louvre über die Île de la Cité bis zum Eiffelturm –, doch ebenso wichtig sind mir die besonderen Orte, die leisen Viertel, die kleinen Entdeckungen abseits der Postkartenmotive.

Neben verlässlichen Fakten, übersichtlich aufbereiteten Karten und praxisnahen Tipps erzähle ich von ungewöhnlichen Details, kleinen Anekdoten und Momenten, die man nicht planen kann, die aber oft die schönsten Erinnerungen hinterlassen: ein Tanz unter freiem Himmel, ein unerwarteter Blick von oben, ein Abendessen, das länger dauert als gedacht. Genau diese Mischung aus Orientierung und Inspiration soll euch dabei helfen, Paris auf eure ganz eigene Weise zu erleben. Wer mag, kann meinen Paris-Reiseführer hier* bestellen.

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