Wehrhaftes Welterbe: die Festungen von Vauban

Die Vauban-Zitadelle von Mont-Louis. Foto: Hilke Maunder
Die Vauban-Zitadelle von Mont-Louis. Foto: Hilke Maunder

„Eine Stadt, die von Vauban belagert wird, fällt. Eine Stadt, die von Vauban verteidigt wird, ist uneinnehmbar!“

Treffender könnte man das Wirken von Sébastien Le Prestre de Vauban (1633 – 1707) nicht beschreiben. Der französische General und Festungsbaumeister war an der Planung bzw. am Um- und Ausbau von etwa 160 Festungen beteiligt. Aber auch zahlreiche zivile Bauten gehen auf Vauban zurück.

Das Welterbe von Vauban

Als treuer Berater und Baumeister des Königs Sonnenkönigs Ludwig XIV. trug er nicht unerheblich zu dessen Machtstellung bei.  Seine zwölf wichtigsten militärischen Bauten gehören seit 2008 zum UNESCO-Welterbe.

Zitadelle von Arras (Hauts-de-France)

Die Place des Armes der Zitadelle. Foto: Hilke Maunder
Die Place des Armes der Zitadelle. Foto: Hilke Maunder

Die Zitadelle entstand 1668-1672 als Bollwerk gegen die spanischen Niederlande. Im Volksmund heißt sie „die schöne Nutzlose“ (la belle inutile), wurde sie doch niemals angegriffen.

Die Militärkirche der Zitadelle von Arras. Foto: Hilke Maunder
Die Militärkirche der Zitadelle von Arras. Foto: Hilke Maunder

Das Bollwerk gehört einer als Pré carré bezeichneten Festungslinie gegen die spanischen Niederlande an, die Vauban im 17. Jahrhundert anlegte. Im Westen von Arras gehört dazu Bethune, im Osten noch Doaui an.

Im Zweiten Weltkrieg erlebte die Zitadelle ein Blutbad, als die Nazis dort 218 Mitglieder der Résistance erschossen.

Le Mur des Fusillés: Die Mauer der Erschossenen erinnert an 218 junge Männer, die die Wehrmacht von 1941 - 1944 im Graben der Zitadelle erschoss.. Foto: Hilke Maunder
Le Mur des Fusillés: Die Mauer der Erschossenen erinnert an 218 junge Männer, die die Wehrmacht von 1941 – 1944 im Graben der Zitadelle erschoss.. Foto: Hilke Maunder

Zitadelle von Besançon (Franche-Comté)

Zu den schönsten Festungen Vaubans in Frankreich gehört die Zitadelle von Besançon, die sich 100 Meter hoch über der Stadt auf zwölf Hektar erstreckt. Vauban entwarf die Pläne für die Festung von Besançon im Jahr 1668.

Besançon am Doubs. Foto: Hilke Maunder
Besançon am Doubs. Foto: Hilke Maunder

Wer möchte, kann sie in Begleitung eines Schauspielers besichtigen, der sein reiches historisches Wissen in eine quicklebendige Animation einfließen lässt. Oder erlebt die Zeitgeschichte vor Ort 15 Minuten lag mit einer historischen Multimedia-Show samt Audioguide auf Deutsch.

Im Innern birgt die Festung drei Museen. Es sind das Musée comtois, das Musée de la Résistance et de la Déportation und das Muséum, ein Naturkundemuseum mit Zoologischem Garten, Aquarium, Insektarium und Noctarium.

Zitadelle Besançon, Foto: Hilke Maunder
Hoch über der Altstadt in einer Schleife des Doubs thront die Zitadelle von Besançon. Foto: Hilke Maunder

Festungssystem von Briançon (Hautes-Alpes)

Zwei Brände – 1624 und 1692 – zerstörten fast völlig das mittelalterliche Briançon. Beim zweiten Wiederaufbau holten die Stadtväter Vauban, tobte doch der Krieg mit dem nahen Italien. Jener  stattete die 1.326 Meter hoch gelegene Stadt mit einem eindrucksvollen Festungsssystem aus. Jenes wurde erneut erweitert, nachdem der Vertrag von Utrecht die Grenze zu Italien im Jahr 1713 bei Montgenèvre festgelegt hatte.

Vauban ließ die Stadtmauer verstärken, vier Forts anlegen sowie die Brücke Pont d’Asfeld und einen Signalturm erbauen. Die Cité Vauban ist bis heute eindrucksvoll!

Tour Dorée von Camaret-sur-Mer (Bretagne)

Zum Schutz der Reede von Brest errichtete Vaubans Baumeister Jean-Pierre Traverse 1693 – 1695 auf einer kleinen Halbinsel vor Camaret an der bretonischen Westküste diesen 18 Meter hohen, sechseckigen goldenen Turm mit insgesamt vier Stockwerken.

Elf Kanonen, ein Kanonenkugelofen und eine halbkreisförmige Schutzmauer machten ihn zu einem wirkungsvollen Bollwerk. Wie sehr, zeigte sich 1694. Dank des Turmes konnte Frankreich einen Invasionsversuch von englischen und niederländischen Einheiten erfolgreich abwehren.

Befestigte Stadt von Longwy (Lothringen)

Mal gehörte es zum Herzogtum Lothringen, dann zu Frankreich: Longwy wechselte im Laufe der Geschichte oft den Besitzer. Nach dem Frieden von Nimwegen 1670 war es französisch. Damit es auch künftig so bliebe, wurde die Stadt auf Geheiß des französischen Königs Ludwig XIV. von Vauban befestigt. Vauban entwarf auch die neue Oberstadt (Longwy Haut) und ließ dafür die mittelalterliche Burg  schleifen.

Vauban entwarf Longwy als Idealstadt – mit großer Kirche (St. Dagobert, 1680), Zeughaus, elf Kasernen, fünf Brunnen und 32 Häuserblocks um einen weiten Paradeplatz (Place d’Armes).

Die Festungswälle, die die Oberstadt im 17. Jahrhundert sternförmig mit sechs Bastionen und Demi-Lunen umgaben, sind nur noch teilweise erhalten. Das Fort der befestigten Stadt war 1914 die erste Festung, die die deutschen Truppen eroberten.

Nahezu baugleich, aber größer, entstand die Festung Saarlouis. Mehr zur Stadt und Vaubans Festungsbauten dort erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Blick von der Bastion V auf die Alte Saar und das DRK-Krankenhaus, einst das städtische Krankenhaus von Saarlouis. Foto: Hilke Maunder
Blick von der Bastion V auf die Alte Saar in  Saarlouis. Foto: Hilke Maunder

Mont-Dauphin (PACA)

Auf einem kahlen Felssporn in 1.050 m Höhe errichtete Vauban eine idealtypische Festung mit Arsenal, Pulverkammern, Kasernen und einer Kirche, die allerdings nicht vollendet wurde.

Am Zusammenfluss der Guil-Schluchten und des Durance-Tals schuf er ein Musterbeispiel europäischer Militärarchitektur. Der Mont-Dauphin symbolisiert den Archetyp einer von Vauban errichteten Bergbastion. Festung und Siedlung verschmelzen. Vauban schuf so eine Garnisonsstadt, in der sich Zivilisten mit dem Militär vermischen konnten – Vaubans Strategie, um das Desertieren zu unterbinden.

Die Vauban-Zitadelle von Mont-Louis. Foto: Hilke Maunder
Die Vauban-Zitadelle von Mont-Louis. Foto: Hilke Maunder

Mont-Louis (Pyrénées-Orientales)

Mit dem Pyrenäenvertrag kam Nordkatalonien zu Frankreich. Zum Schutz der neuen Grenze nach Spanien, die seitdem die Pyrenäen bildeten, schuf Vauban in nur zwei Jahren (1679-1681) am Knotenpunkt dreier Täler (Têt, Aude und Cerdagne) eine befestigte Stadt.

Die Vauban-Zitadelle von Mont-Louis. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Er nannte sie Mont-Louis zu Ehren seines Königs Ludwig XIV. Sie ist mit 1.600 m über Normalnull die höchstgelegene Stadt Frankreichs. Von den ursprünglich vier geplanten Bereichen wurden nur die Zitadelle und die Oberstadt verwirklicht. Unterstadt und Redoute wurde nicht gebaut.

Heute dient Mont-Louis als Centre National d’Entraînement Commando (CNEC – Nationales Ausbildungszentrum für Kommandotechniken).

Die Vauban-Zitadelle von Mont-Louis. Foto: Hilke Maunder
Die Vauban-Zitadelle von Mont-Louis. Foto: Hilke Maunder

Neuf-Brisach (Elsass)

Perfekt in die elsässische Rheinebene eingepasst ist Neuf-Brisach. Der Sonnenkönig beauftragte sie als Gegenfestung zu Breisach. Vauban realisierte sie in der idealtypischen Form eines Achtecks. Achtundvierzig Häuserblocks sind um den zentralen Paradeplatz organisiert, der vom Marktplatz getrennt ist. Die Kasernen rahmen die Wohnsiedlung ein.

Vier Millionen Livres investierte der Sonnenkönig in die Vorzeigefestung. Für den Transport des für den Bau benötigten rosa Sandsteins ließ er eigens einen Kanal in die Vogesen graben.

Saint-Martin-de-Ré (Poitou-Charentes)

Île de Ré: Sainte-Marie-de-Ré. Im Herzen der Zitadelle. Foto: Hilke Maunder
Der befestigte Hafen von Saint-Martin-de-Ré. Foto: Hilke Maunder

Während des Hundertjährigen Krieges war die Île de Ré zwischen Engländern und Franzosen sehr umstritten. Vauban machte sie zum Bollwerk gegen die Engländer – und den protestantischen Glauben, der sich im 16. Jahrhundert ausbreitete.

Er ließ daher die umfangreiche Festungsanlage an der Nordküste der Île de Ré aus dem frühen 17. Jahrhundert zum Schutz der Häfen von La Rochelle und Rochefort erheblich erweitern. Die Wehrmauern sind insgesamt 14 Kilometer lang, die die Hafenstadt in einem Radius von 1,5 Kilometern umschließen!

Île de Ré: Sainte-Marie-de-Ré. Im Herzen der Zitadelle. Foto: Hilke Maunder
Die Zitadelle von Saint-Martin-de-Ré. Foto: Hilke Maunder

Im 19. Jahrhundert wurden von der Festung Galeerensträflinge und Zwangsarbeiter in die französischen Kolonien Guyana und Neukaledonien verschifft.

Henri Charrière erzählt davon in Papillon*. 1973 wurde der Abenteuerklassiker verfilmt. 2018 folgte ein Remake, das zehn Minuten länger als die Kinofassung ist.

Île de Ré: Sainte-Marie-de-Ré. Im Herzen der Zitadelle. Foto: Hilke Maunder
Im Herzen der Zitadelle von Sainte-Marie-de-Ré. Foto: Hilke Maunder

Heute dienen große Teile der Festung als Maison Centrale, als Knast für besonders harte Fälle. Um ihre Befreiung per Hubschrauber zu verhindern, wurden Stahlseile im Innern der Festung gespannt.

Für Schlagzeilen sorgte das Hochsicherheitsgefängnis 2019. Am 17. Okober hatte Rachide Boubala, der wegen eines misslungenen Raubüberfall im Jahr 1996 dort für drei Jahre weggesperrt worden war, als „Rebell auf Lebenszeit“ mit einer Geiselnahme versucht, wieder die Freiheit zu erlangen.

Saint-Vaast-la-Hougue & Île Tatihou (Normandie)

Nach der Seeschlacht von La Hougue (1692) wurden zum Schutz vor weiteren englischen Angriffen auf der  Nordost-Spitze der Cotentin-Halbinsel zwei Geschütztürme errichtet – mit sechs Geschützöffnungen auf La Houge, mit zehn Geschützöffnungen auf der nur 29 ha großen Insel Tatitou, die bei Ebbe zu Fuß durch das Watt erreicht werden kann. Erbaut wurden die beiden 21-Meter-Türme vom Vauban-Schüler Benjamin Combes.

Zitadelle von Blaye. Foto: Hilke Maunder
In der Zitadelle von Blaye. Foto: Hilke Maunder

Verrou de l’Estuaire (Aquitanien)

Parallel zum Bau der Festung von Besançon begannen damals Vauban und sein Ingenieur Ferry mit der Befestigung der Einfahrt in die Gironde-Bucht, dem Verrou de l’Estuaire. Sie besteht aus drei einzelnen Bollwerken. Der Zitadelle von Blaye am rechten Ufer steht am linken Ufer das Fort Médoc gegenüber.

Zitadelle von Blaye. Foto: Hilke Maunder
Zitadelle von Blaye. Foto: Hilke Maunder

In der Mitte errichteten sie auf einer Sandbank ohne festen Untergrund das mit Kanonen bestückte Fort Paté, eine bautechnische Meisterleistung! Mehr zu Blaye und seiner Festung erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Villefranche-de-Conflent (Pyrénées-Orientales)

Villefranche-de-Conflent: Fort Liberia. Foto: Hilke Maunder
Villefranche-de-Conflent: Fort Liberia. Foto: Hilke Maunder

Die strategisch wichtige Pyrenäenpassage am Zusammenfluss von Têt und Cady sicherte Vauban, indem er die „freie Stadt“ der Grafen von Cerdagne befestigte.

Villefranche-de-Conflent: Vom Weg zum Fort Liberia eröffnen sich schöne Ausblicke auf die befestigte Stadt. Foto: Hilke Maunder
Vom Weg zum Fort Liberia eröffnen sich schöne Ausblicke auf die befestigte Stadt. Foto: Hilke Maunder

Zum Bollwerk gehören sechs Eckbastionen in der Stadtmauer, die befestigte Höhle Cova Bastera und das Fort Libéria, zu dem ein unterirdischer Gang hinauf führt – der Souterrain des 1000 Marches. Villefranche-de-Conflent gehört zu den schönsten Dörfern der Pyrénées-Orientales. Lasst euch hier zu einem Besuch inspirieren!

Villefranche-de-Conflent: unterirdischer Gang zum Château Fort. Foto: Hilke Maunder
Der unterirdische Gang zum Château Fort. Foto: Hilke Maunder

Das System Vauban

Vauban baute seine Militärarchitektur  auf den Theorien seines Vorgängers Blaise de Pagan auf und passte seine Bauten stets dem jeweiligen Standort und dem Fortschritt der Kriegsführung und -technik an. So entwickelten sich das mehrstufige Befestigungssystem bzw. die Verteidigungslinien Vaubans.

Als äußersten Verteidigungsring installierte Vauban ein Systems von Bastionen, die sich gegenseitig schützen. Jede Seite einer Bastion können Schüsse der benachbarten Bastion schützen.

Médoc: Château Fort-de-Vauban. Foto: Hilke Maunder
Im Medoc erinnert das Weingut Château Fort-de-Vauban an den Festungsbaumeister. Foto: Hilke Maunder

Hinter dem äußeren Gürtel oder Kampfbereich gibt es einen innere Sicherheitsgürtel. Der Körper der Festung und ihre Wälle sind von den Bastionen gelöst, die einen davon unabhängigen Verteidigungsgürtel bilden. Der äußere Verteidigungsgürtel ist höher als die zweite Linie. Der Gegner kann so nur auf die äußere Artillerie feuern, der die zweite Linie verdeckt.

Darüber hinaus enthält dieses System eine neue Innovation: die Bastionstürme auf den Wällen. Jedes Element des Verteidigungssystems hat seine eigene Verteidigungsaufgabe.

Villefranche-de-Conflent: Die Wehrmauer wird nachts beleuchtet. Fotos: Hilke Maunder
Die Wehrmauer von Villefranche-de-Conflent wird nachts beleuchtet. Fotos: Hilke Maunder

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Auch in Deutschland hat Vauban seine genialen Wehrarchitektur hinterlassen – besonders in Landau und Saarlouis.

Im Buch

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Villefranche-de-Conflent: Fort Liberia thront hoch über dem Ort. Foto: Hilke Maunder
Das Fort Liberia thront hoch über Villefranche-de-Conflent. Foto: Hilke Maunder
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10 Kommentare

  1. Salue, ich teile Ihre Bewunderung für Vauban, den Baumeister meiner Heimatstadt Sarre Louis (Saarlouis). Auf meinen vielen Reisen durch und in Frankreich ist er mir oft an unerwarteten Orten begegnet, selbst im Pilgerort St. Jean-Pied-de-Port. Dass Sie nun meine Heimatregion so eindrücklich und liebevoll schildern, begeistert mich und rührt mein Herz. Es gibt auch für den intimen Kenner der Region kaum etwas hinzuzufügen, was natürlich auch für den ausgezeichneten Link zu Saarlouis selbst gilt. Hier lassen Sie nichts aus, was in der Umgebung französische Wurzeln hat. Bemerkenswert Ihre Erwähnung des ehemaligen Senders Europe 1. Interessant sind übrigens die früheren Besitzverhältnisse, gehörte er doch (zumindest zum Teil) dem Fürstentum Monaco. Wer hätte das gedacht, dass selbst der monegassische Fürst seine Fühler bis ins französische „Saargebiet“ ausstreckte – nicht ganz uneigennützig, naturellement.
    Ihnen ein „très grand merci“ für den ausgezeichneten Artikel, den ich fleißig meinen Freunden und Bekannten „drüben im Reich“ empfehlen werde.

    • Lieber Herr Schou, ganz herzlichen Dank für Ihr Lob. Den Sender von Europe 1 eins habe ich in den Beitrag zu Saarlouis im Blog erwähnt. Ihn konnte ich letztes Jahr mitten auf der grünen Wiese besuchen. Viele Grüße, Hilke

  2. Bei Villefranche-de-Conflent war ich schon, auch auf der Festung, das ist ein steiler Fußmarsch nach dort oben, aber grandiose Aussicht. Auch Neuf-Brisach und die Insel Tatihou hatte ich besucht – die Insel kann man bei Ebbe sogar zu Fuß erreichen, muss nur rechtzeitig wieder zurück oder den Amphibienbus nehmen.
    Château de Bazoches im Burgund ist auch einen Besuch wert, das Schloß hatte Vauban für seine Erfolge vom König geschenkt bekommen und hatte dort gelebt nach 1675. Das Schloß ist zwar privat, aber für Besucher gegen Eintritt geöffnet (ich war vor Corona dort gewesen).
    Was hier noch fehlt, das ist Rocroi, nahe Belgien. Wikipedia dazu: Der berühmte Festungsbauer Vauban ließ 1675 die Stadt Rocroi derart ausbauen und schützen, dass sie eine fünfzackige Festungsmauer in Form eines Sternes erhielt, was für die damalige Zeit ein typischer Festungswall war. Vauban schuf zwei Zugänge zu der Stadt: Im Nordosten die Porte de Bourgogne und im Südwesten die Porte de France. – auch dort war ich, es ist für festungshistorisch interessierte sehr interessant, auch wenn es nicht zur „offiziellen“ Liste der Hauptwerke Vaubans zählt.

  3. Bonjour,
    Und nicht vergessen das super-erhaltene Fort Carré von Vauban in Antibes . Dort wurden auch Szenen vom James Bond-Film gedreht „Sag niemals nie“. Auch der grösste Freizeithafen Europas bekam seinen Namen „Port Vauban“. Ein Besuch bei beiden lohnt sich. In diesem James Bond-Film wurde auch auf der Yacht von Khashogghi gefilmt, die dann in Trump-Eigentum überging und jahrelang im Hafen dümpelte als KINGDOM 5KR.

    • Hallo Gitte, ganz herzlichen Dank für diesen Tipp! Ja, das Fort in Antibes ist beeindruckend. Wie auch weitere andere Stätzen von Vauban in Frankreich, die leider nicht ins Wlterbe aufgenommen wurden. So auch das Fort Vauban auf der Belle-Ile, das nicht aufgenommen wurde, da sich ein Hotel darin befindet. Herzliche Grüße, Hilke

  4. Ganz nah an der frz. Grenze befinden sich im pfälzischen Landau (D) auch Reste einer Vauban-Festung. Siehe dazu https://www.landau.de/Tourismus-Kultur/Tourismus/Festungsrundweg-Route-Vauban-/
    https://de.wikipedia.org/wiki/Festung_Landau
    Landau war seit dem späten 17. Jhd frnzösich und kam erst 1815 zum neu entstanden Deutschen Bund
    –> Unter der Überschrift VAUBAN kann man das pfälzische 76829 Landau damit als (zeitweise) französische Stadt sehen.

    • Hallo Michael, ja! Ich bin schwer begeistert, wie innovativ sie waren – und wie toll sie gelegen sind. Auch, wenn man sich sonst nicht für Militärarchitektur und Kriegsgeschichte interessiert, sind sie unglaublich sehenswert!!
      Viele Grüße, Hilke

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