Der Kunstsommer: Le Voyage à Nantes

Den Geist entgrenzen - mit der goldenen Farbe Fantasie. Der Elefant der Insel von Nantes vor dem Wasserfall des Stadttheaters. Foto: Hilke Maunder
Den Geist entgrenzen - mit der goldenen Farbe Fantasie. Der Elefant der Insel von Nantes vor dem Wasserfall des Stadttheaters. Foto: Hilke Maunder

Jeden Sommer inszeniert Nantes mit dem Event Le Voyage à Nantes den wohl ungewöhnlichsten Kultursommer Frankreichs. Künstler und Kreative, Gärtner und Köche, DJs und Graffiti-Künstler sind eingeladen, auf ihre ganz persönliche Art Nantes zu interpretieren.

Mit Happenings und Konzerten, Kunstwerken und Ausstellungen, temporären und dauerhaften Installationen.

Les Anneaux, die Ringe von Daniel Buren auf der Île de Nantes. Foto: Hilke Maunder

Le Voyage à Nantes demokratisiert Kunst. Das Event holt sie raus aus Museen und Galerien und stellt sie in die Stadt. In Hinterhöfe, auf Plätze, in Straßen, Gassen und Passagen.

Publikumsliebling der Dauersammlung: die Rutsche am Schloss. Foto: Hilke Maunder

Das Festival und die gleichnamige Dachgesellschaft geben Impulse für Künstlerzimmer in Hotels, laden Künstler ein, Ladenschilder zu gestalteten, Sportplätze und Spielfelder. Am Ende jeden Sommers verbleiben einige Kunstwerke in Nantes und werden Teil der grünen Linie.

Ja! zur Édition 2020

Ein faszinierender Kopf: Jean Blaise. Foto: Hilke Maunder

Seit 2011 gibt es diesen Kultursommer. Sein geistiger Kopf ist ein landesweit berühmter Kulturmacher, der in Nantes daheim ist: Jean Blaise. Lange hat er mit seinen Mitarbeitern und der Bürgermeisterin überlegt: Kann das Kulturfest stattfinden? Doch Jean Blaise wäre nicht Jean Blaise, wenn er keine Lösung gefunden hätte.

Während des Corona-Lockdown schmückten die Anwohner so ihre Straße, um in Kontakt zu bleiben und das Leben zu verschönern. Foto: Hilke Maunder

Le Voyage à Nantes findet auch 2020 statt. Trotz Corona. Oder gerade wegen des Virus. Denn Jean Blaise und die Stadt Nantes wollen 2020 so ein Zeichen setzen. Für eine bunte, vielfältige Kultur, die gerade jetzt deutliche Signale und Unterstützung braucht.

Fußball im Bogen heißt Feydball. Am Carrée Feydeau von Nantes zeigt Le Voyage à Nantes sportliche Seiten. Foto: Hilke Maunder

Solidarisch sein, Künstlern helfen, mit Kultur Zeichen der Hoffnung setzen. Für Besucher wie für die Einheimischen. Neue Bilder im Kopf kreieren, Sinne ansprechen, Gedanken befreien. Nach dem harten Corona-Lockdown in Frankreich als Seelen- und Augenkur mit Kreativität, die überrascht, polarisiert, Fragen stellt und/oder Freude bereitet.

Air nannte der Künstler Rolf Julius die Hülle für das Bâtiment Manny auf der Île de Nantes. Foto; Hilke Maunder

Der Beginn wurde verschoben, um Strand und Kultur etwas zu entzerren. Und auch den Einheimischen die Chance zu geben, das Kulturspektakel von Nantes zu erleben.

Auch zieht die grüne Linie, die alle Kunstorte verbindet, größere Schleifen. Entdeckt zu Fuß, per Fahrrad und per Fähre Le Voyage à Nantes 2020. In der Loiremetropole Nantes wie in den Weingärten des Muscadet.

Euer Wegweiser: das grüne Band. Foto: Hilke Maunder

Die Highlights 2020

Le voyage continue: Die Reise geht weiter. Und das noch bis 27. September. Zu den Highlights der ständigen Sammlung von inzwischen 40 Kunstorten in Nantes haben sich 2020 22 neue Skulpturen und Ausstellungen gesellt.

Pas encore mon histoire nannte Vincent Olinet sein schwimmendes Himmelbett auf dem Canal Saint-Félix. Foto: Hilke Maunder

Welches dieser temporären Objekte es danach in die ständige Sammlung schafft, werden die Publikumsreaktionen zeigen. Folgt der grünen Linie, die auf das Pflaster gemalt wurden, und entdeckt sie!

Le Rideau: die Wasserwand der Place Graslin

Le rideau. Foto: Hilke Maunder

Publikumsliebling ist schon jetzt Le Rideau von Stéphane Tidet. 2009 hatte er die Nantaiser bereits bei L’Estuaire Nantes <> Saint-Nazaire mit La Meute erstaunt. Damals inszenierte er im Schlossgraben des Château des Ducs de Bretagne mit einem Wolfsrudel drei Monate lang die Mythen des Mittelalters.

Für die Voyage à Nantes 2020 lässt er vor der Kolonnenfassade des Graslin-Theaters  einen gewaltigen Wasserfall herab auf die Stufen fallen – unaufhörlich von 10 Uhr früh bis nachts um zehn.

Nicht nur spektakulär als Kunst, sondern auch erfolgreiche Initiative fürs Stadtklima: Le rideau kühlt die Sommerhitze ab, bindet Staub und befeuchtet die trockene Luft. Foto: Hilke Maunder

Allabendlich wird das Wasserspektakel beleuchtet. Und lässt eine Urkraft spüren, die sich nicht domestizieren mag. Faszination, Angst und Respekt… Gefühle, die Tidet im Spannungsfeld von Architektur und Natur mit seiner Inszenierung aufzeigen wollte. Wer mag, kann hinter dem Vorhang auf Wasser vorbei laufen.

Hinter der Wasserwand von Le Rideau. Fotos: Hilke Maunder

Nantes ici Nantes

Blick auf die Little Antique Brewery vom Loire-Anleger. Foto: Hilke Maunder

A drawing a day keeps the doctor away! Mit ihrer Maxime machten Petra Mrzyk und Jean-François Moriceau aus der Not eine Tugend – und begannen aus Mangel an Mitteln zu zeichnen. Gemeinsam erhoben die beiden Künstler, die auch privat ein Paar sind, die populäre Bildsprache zur Kunst eines geschickten Strichs mit chinesischer Tinte.

Petra Mrzyk und Jean-François Moriceau zeigen ihr Video in der Little Atlantique Brewery. Foto: Hilke Maunder

Seit mehr als 20 Jahren schaffen sie so  in der Stadt als auch mit dem Stift eine sinnliche und taktile Welt, in der außergewöhnliche Phantasien  Wirklichkeit werden. Das haben sie auch mit beiden Beiträge zum Kunstprojekt L’Estuaire bewerkstelligt.

Für diese kreative Schau am Unterlauf der Loire schuft das Duo den Lunar Tree (Mondbaum) auf der Butte Sainte-Anne von Nantes und das Künstlerzimmer „Ist es wirklich klug, Botschaften an Außerirdische zu senden“ im Château du Pé.

Die Little Atlantique Brewery gehört zu den Ausstellungsorten der Voyage à Nantes. Foto: Hilke Maunder

2020 zeigen sie bei Le Voyage à Nantes einen faszinierenden Videoclip. Als Bühne dient eine Brauerei, die im Dezember 2019 in den Hallen einer einstigen Werft eröffnet hat: die Little Atlantique Brewery.

Lee Perry (42), Manager der Little Atlantique Brewery. Foto: Hilke Maunder

Die handwerklich arbeitende Mikrobrauerei am Loire-Ufer von Chantenay ist ein neuer Kulttreff und bereits an das Netz des Navibusses angebunden. Der gesamte Hafenbereich des Chatenay-Viertels erlebt derzeit einen massiven Strukturwandel, wird saniert und gentrifiziert – und besser an Nantes angebunden.

Automatic Revolution

Martine Feipel und Jean Bechameil in der HAB Galerie. Diese große Skulptur ist in ständiger Bewegung. Foto: Hilke Maunder

Martine Feipel wurde 1975 in Luxemburg, Jean Bechameil 1964 in Paris geboren. Seit 2008 leben und arbeiten sie zusammen in Brüssel. Bis zum 1. November könnt ihr in der HAB Galerie auf der Île de Nantes ihre ungewöhnliche Ausstellung entdecken.

Martine Feipel und Jean Bechameil in der HAB Galerie. Foto: Hilke Maunder

Die Künstler verstehen sie als lebende Skulptur und als Ballett, das durch die Inszenierung von Werken belebt wird, die sich bis ins Unendliche wiederholen.

Nach Erwin Wurm (2008), Roman Signer (2012), Felice Varini (2013), Huang Yong Ping (2014), Tatzu Nishi (2015), Ange Leccia (2016), Dewar & Gicquel (2017), Céleste Boursier-Mougenot (2018) und Claire Tabouret (2019) ist erstmals ein Duo mit rund 20 Werken in der HAB Galerie zu sehen.

La folie est à l’ordre du jour – Wahnsinn ist an der Tagesordnung: Martine Feipel und Jean Bechameil in der HAB Galerie. Foto: Hilke Maunder

La Fontaine

Kein Kunstwerk der Voyage à Nantes 2020 ist so sehr umstritten wie Mädchen, das uriniert. Elsa Sahal hat die drei Meter hohe „Garten-Skulptur“ erstmals bei der FIAC 2012 in Paris am nördlichen Teich des Jardin des Tuileries gegenüber dem Louvre aufgestellt.

Danach war ihre Skulptur im Hôtel-Dieu von Toulouse und in der Maison Rouge von Paris zu sehen gewesen. Stets hatte ihre provokante Figur für Furore und Diskussion gesorgt.

Männliche Pissfiguren wie Manneken Pis in Brüssel wurden weltberühmt. Weibliche Darstellungen des Urinierens erregen Anstoß. Warum, fragt die Künstlerin mit ihrer Skulptur Fontaine. Foto: Hilke Maunder

Sahals Koloss aus rosa emailliertem Sandstein erhebt sich am Rand des Brunnenbeckens der Place Royale. Die Pariserin sieht ihre Plastik als Hommage an die Figuren triumphierender Weiblichkeit.

Als Wassernymphen oder wohlbeleibte Frauen schmückten sie besonders im 19. Jahrhundert derartige Ensembles. Schwämme, Korallen, Seeigel und Muscheln kleben an den irdenen, sockelgleichen Beinen.

Einige Highlights der ständigen Sammlung

Intermède (Zwischenspiel)

Restaurants Félix: Sicher umhüllt wie in einem Nest sitzt ihr dort. Foto: Hilke Maunder

Am Bassin Saint-Félix hat das Atelier Vecteur die Terrasse des Restaurants Félix in einen hölzernen Schiffsbug verwandelt – eine ungewöhnliche, vertikale Architektur in Holz.

Jungle Intérieure

Seit April 2019 wächst im kleinen Innenhof des Durchgangs Passage Bouchard der urbane Dschungel von Evor. Dort haben die Pflanzen in ihren Töpfen den Boden, die Wände, Mauern und Balkone erobert.

Unkraut und Exoten, Zier- und Wildpflanzen: ein grünes Labor, das an die botanischen Traditionen erinnert. Einst hatten die Kapitäne der Handelsschiffe exotische Pflanzen aus aller Welt nach Nantes gebracht.

La Jungle Intérieure. Foto: Hilke Maunder

Paysage Devant

Der Parc des Oblates eröffnete im Juni 2013 als 100. Park von Nantes. Angelegt auf einem einstigen Klostergelände im Chantenay-Viertel, vereint er auf drei Hektar Spielplätze und Picknickplätze, exotische Pflanzen, Urban-Gardening-Beete und Kleingärten.

Im unteren Teil des Parks locken atemberaubende Blicke auf die Loire. Dort hält eine Herde von Belle-Île-Schafen das Gras kurz.

Im Parc des Oblates wachsen alte Apfelsorten – ihr dürft naschen! Foto: Hilke Maunder

Mitten durch Eichen, Pinien und Zedern führt ein Chemin des Soupirs. Der Obstgarten birgt alte und seltene Sorten von Apfel-, Birnen- und Kirschbäumen, der Garten der Nonnen wunderschöne Schnittblumen.

Delphine Coindet infiltriert für Le Voyage à Nantes den Zaun des Clos de Baronnies, einer privaten Wohnanlage im Herzen des Parks.

Sie stört die Struktur des Zauns mit skulpturalen Elementen – Stein und Cortenstahl, Buntglas und eloxiertem Aluminium. Goldfarbene Mondsicheln setzen Akzente in ihrer Komposition.

Éloge du pas de côté nennt sich die ungewöhnliche Bronzeskulptur von Philippe Ramette. Foto: Hilke Maunder

Éloge du pas de côté

Vor den Terrassencafés hat Philippe Ramette mit einem Augenzwinkern das berühmte Bild „Wanderer über dem Wolkenmeer“ von Caspar David Friedrich mit einer ungewöhnlichen Bronzeskulptur für Le Voyage à Nantes interpretiert.

Seine Éloge du pas de côté zeigt einen Mann im Anzug, den Blick zum Horizont gerichtet. Nur ein Fuß ruht auf dem Sockel, der andere tappt ins Leere.

Doch der Mann fällt nicht, sondern bleibt aufrecht. Die Skulptur wird zum Sinnbild. Und zur Aufforderung. Wagt einen Schritt zur Seite! Verlasst die Norm. So wie Nantes es mit Le Voyage à Nantes in der Kultur umsetzt.

Éloge de la Transgression

Skulptur-Traditionen treten im Cours Cambronne in den Wettstreit. Foto: Hilke Maunder

Bei dieser Skulptur von Philippe Ramelle im Cours Cambronne steht im Zentrum der künstlerischen Auseinandersetzung die Frage der Perspektive. Klettert die Schülerin den Sockel hinauf ? Oder hinab?. Ganz bewusst stellt die Bewegung des Mädchen die Antithese zum steif stehenden General Cambronne darf.

Vestige

Flora Moscovici sind die Farben lieber als die Figuren oder Formen. Nahe der Place Bouffay hat sie in der Rue de Échevins eine graue Wand farbig verwandelt. Le temps entre les pierres nennt sie ihre Installation.

Die Sammlungen der Voyage à Nantes

Les Enseignes

Seit 2014 lädt Le Voyage à Nantes örtliche Händler und Betriebe ein, ihre Ladenschilder von Künstlern neu gestalten zu lassen. Oder gleich die gesamte Ladenfront. Heraus kamen bereits 45 überraschende wie lustige Hingucker.

Bei einer Apotheke könnt ihr sogar eure Körpertemperatur messen. Einfach beide Augen auf die Mess-Linse an der Fassade legen. Prompt erscheint die Temperatur oben im grünen Kreuz-Schild der Pharmacie!

Wie heiß ist euch heute? Das Kunst-Pharmacie-Projekt verrät es euch! Foto: Hilke Maunder
Schick frisiert: die Tiere eines Schlachters im Quartier Bouffay. Foto: Hilke Maunder
China lässt grüßen… Foto: Hilke Maunder
Auch das Guinness-Label hat ein Künstler neu interpretiert im Quartier Bouffay. Foto: Hilke Maunder

Les Chambres d’Artistes: die Künstlerzimmer

Seit 2017 gestaltetet jeweils ein Nantaiser Künstler für ein Hotel vor Ort ein Künstlerzimmer. Justin Weiler hatte 2019 das Hôtel de France* das Zimmer 107 kühl gestreift.

2020 kam die Lobby des Viersternehotels an der Place Graslin dran. La Tentation Domestique nannte Vincent Olinet seine Installation. Jeden Dienstag kommt der Künstler höchstpersönlich vorbei und tauscht die Blumen aus.

La tentation domestique im Hôtel de France von Nantes. Foto: Hilke Maunder

Neben den beiden Blumentapeten gehören auch die recht kitschigen Leuchter rechts und links zur Inszenierung. In der Bar schmückt Element drei die Wand: ein animiertes Stillleben, das sich im Laufe von jeweils 30 Minuten verändert. Langsam tropft das Eis, welken die Blüten.

In der Bar des Hôtel de France schmückt ein virtuelles Stillleben die Wand und zeigt als Film ganz langsam, aber stetig, die Vergänglichkeit. Foto: Hilke Maunder

L’Estuaire bei Le Voyage à Nantes

Im Rahmen des Kunstprojektes L’Estuaire setzte Tadashi Kamawata 2019 zwischen der Gare de Nantes Nord und der Butte Sainte-Anne sieben temporare Vogelnester in Bäume, auf Masten und auf die Dächer.

Das Nest von Tadashi Kawamata auf der Butte Sainte-Anne. Foto: Hilke Maunder

Das größte Nest durfte bleiben. Der Belvédère de l’Hermitage des 1953 geborenen Japaners, der in Tokio und Paris lebt, ist der neue Aussichtspunkt der Stadt. Zehn Meter weit ragt er über die Klippe hinaus und eröffnet völlig neue Ausblicke auf Nantes und die Loire.

Der Zugang zum neuen Belvédère der Butte Sainte-Anne. Foto: Hilke Maunder
Der Blick vom Belvédère der Butte Sainte-Anne hin zur Westspitze der Île de Nantes. Foto: Hilke Maunder

Die Küche der Voyage à Nantes

La Cantine du Voyage

Von April bis Oktober lädt die Cantine du Voyage auf der Île de Nantes zum Chillen und Schlemmen. Die Karte ist 100 Prozent lokal. Zum Hühnchen aus der Region gibt es Beilagen, die gleich nebenan im Potager de la Cantine gezogen wurden: frischer Salat und knackiges Gemüse!

La Cantine du Voyage: das Freiluftlokal samt Bar und benachbartem Biogarten. Foto: Hilke Maunder

Eine mobile Konstruktion, die Gewächshäuser kreativ interpretiert, schützt euch vor Regen oder zu viel Sonne. Um die 300  Plätze des Bar-Restaurants herum bleibt genug Platz für andere Aktivitäten. Tischfußball und Pétanque locken!

Die riesigen Gummistiefel vor dem Garten lassen besonders den Nachwuchs staunen. Foto: Hilke Maunder
In der ständigen Sammlung von Le Voyage à Nantes findet ihr von Lilian Bourgeat das XXL–Maßband  Mètre à ruban auf der Île de Nantes. Foto: Hilke Maunder

An den Eingang zum Küchengarten hat Lilian Bourgeat drei Meter hohe Gummistiefel gestellt. Welche Schuhgröße sie haben? „2000“, antwortet der Künstler aus Saint-Claude lachend. Bourgeat lebt und arbeitet heute in Dijon und wird durch die Lange + Pult aus Zürich vertreten.

Le Quai des Plantes

Voyage à Nantes. Quai des Plantes. Foto: Hilke Maunder

Die breite Promenade am rechten Ufer der Loire verwandelt Le Voyage à Nantes in einen Quai des Plantes.

Auf der 600 m langen Freiluftgärtnerei zwischen der Anne-de-Bretagne-Brücke bis zur Gare Maritime könnt ihr im Sommer rund 1500 Bäume aus 200 Arten entdecken, aber auch Magnolien und andere blühende Exoten.

Die Freiluftbar „40 Pieds“ lädt freitags zu Live-Musik. Foto: Hilke Maunder

Ein kleiner Gemüsegarten und Becken mit Wasserpflanzen ergänzen die grüne Promenade. Mittendrin findet ihr immer wieder breite Holzbänke und Liegestühle im Grün. Und die Freiluftbar 40 Pieds mit Erfrischungen, Snacks und kostenlosen Live-Konzerten zur Apéro am Freitagabend.

Voyage à Nantes. Quai des Plantes. Foto: Hilke Maunder

Les Tables de Nantes

Wo könnt ihr sonst noch speisen? Dies verrät euch der begleitende Online-Gastronomieführer. 167 Adressen zum Essen und Trinken von einfach gut bis zur Sterneküche umfasst die sélection 2019, die auch 2020 ihre Gültigkeit hat!
www.lestablesdenantes.fr

Das Urban-Gardening-Projekt der Île de Nantes. Foto: Hilke Maunder

Nicht verpassen

Le Parc Extraordinaire

Le Parc extraordinaire. Foto: Hilke Maunder

Der Parc Extraordinaire oder „außergewöhnliche Garten“ entstand 2019 im Herzen des stillgelegten Misery-Granitsteinbruchs von Chantenay. Von seinen 25 m hohen Steilwänden blickt ihr auf die Loire, während unter euch ein schmaler künstlicher Wasserfall in die Tiefe stürzt. In ihrem feuchten Nebel wachsen Baumfarne, Bananenbäume, Papyrus, Lotus und anderen exotische Pflanzen.

Direkt an der Loire: der Parc Extraordinaire. Foto: Hilke Maunder

Die Klippen schützen die Pflanzen vor kalten Winden. Ihr Fels speichert tagsüber die Wärme und gibt sie nachts wieder ab. Dadurch herrschen dort vier Grad höhere Temperaturen als als in der Umgebung. Ein magisches, grünes Universum – ganz in der Nähe von Jules Vernes Geburtshaus.

L’Estuaire in Nantes: der Mondbaum von Mrzyk & Moriau im Stadtteil Chantenay. Foto: Hilke Maunder

Die freie Fläche zur Stadtseite unterhalb des Lunar Tree ist für die neueste Fantasie-Figur der Machines de l’Île vorgesehen. Nach ihrem berühmten Elefanten und dem Meereskarussell der Île de Nantes soll hier sich künftig ein riesiger Reiherbaum erheben.

Der Lunar Tree auf einer Klippe des Misery-Granitbruchs. Foto: Hilke Maunder
Auf der Île Feydeau öffnet die Voyage à Nantes für euch versteckte Hinterhöfe. Foto: Hilke Maunder
Der Cour Ovale der Île Feydeau. Foto: Hilke Maunder

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Weiterlesen

Im Blog

Die Verwandlung der Île de Nantes

Mit der  Stadterneuerung der Île de Nantes begannt der Aufbruch, zog sich Nantes aus der Misere und stellte sich mit Kultur, Visionen und Mut neu auf.

Le Bas-Chantenay: Aufbruch an der Loire

Die Riesen von Nantes

Nantes erleben: die Top Ten

Ein Wochenende in Nantes

Euer Reiseplan für ein erlebnisreiches Wochenende in der Loire-Metropole.

Im Buch

Zur Einstimmung: Marco Polo Frankreichs Flüsse*

Seine, Loire, Rhône und Saône heißt das Quartett, das Flusskreuzfahrer träumen lässt. Die schönsten Erlebnisse und Zielorte habe ich – gemeinsam mit anderen Autoren – im Marco Polo Frankreichs Flüssevorgestellt. Natürlich kommen neben Aktiv- und Ausflugstipps auch die kulinarischen Hinweise nicht zur kurz.

Das Kapitel How to cruise verrät euch, was ihr bei einer Kreuzfahrt alles beachten solltet. Dazu noch praktische Tipps und Karten: So seid ihr kompakt informiert. Oder lasst euch einfach inspirieren. Wer mag, kann den Reiseführer hier* bestellen.

Das ganze Land: MARCO POLO Frankreich*

MARCO POLO Frankreich: praktisch und kompakt, bearbeitet von Hilke Maunder.Einfach aus dem Besten auswählen und Neues ausprobieren, ist das Motto der Marco Polo-Reiseführer. Den MARCO POLO Frankreichhabe ich gemeinsam mit Barbara Markert verfasst. Gleich zu Beginn geben wir unsere Insider-Tipps für Frankreich preis: vom größten Flohmarkt Europas in Lille bis zur Schwimmen in der Piscine Olympique in Montpellier.

Das Kapitel „Im Trend“ verrät, was es Neues zu erleben gibt im Hexagon. Alle Hintergrundinformationen zu Frankreich und seinen Menschen findet ihr unter Fakten, Menschen & News. Es folgen: Tipps für Bars und Boutiquen, Erlebnisse für Familien, Paare oder Alleinreisende.Wer mag, kann ihn hier direkt bestellen.

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Offenlegung

Für meine Recherche vor Ort lud mich die Dachgesellschaft Le Voyage à Nantes zu einer Übernachtung ein und drückte mir für 24 Stunden das City-Ticket Nantes Pass in die Hand, mit dem ich kreuz und quer durch die Metropole fuhr.

Dafür sage ich merci und ganz dicken Dank. Einfluss auf meine Blogberichte hat dies nicht. Ich berichte subjektiv, wie ich es erlebt habe, mache kein Merchandising und werde erst recht nicht für meine Posts bezahlt.

Dieses Ladenschild der enseigne-Sammlung beweist Humor! Foto: Hilke Maunder
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