Cevennen: Der Genuss der wilden Berge

Diagonale du Vide: Transhumanz - in den Cevennen gelebter Alltag. Foto: Hilke Maunder
Transhumanz - in den Cevennen gelebter Alltag. Foto: Hilke Maunder

Midi moins le quart, noch nicht ganz im Süden, liegt das Bergland der Cevennen im Südosten des Massif Central mit seinen schroffen Gipfeln, tiefen Tälern, grünen Wiesen und ausgedehnten Wäldern.

Sieben große Flüsse

Die raue Berglandschaft rund um den Mont Lozère (1.700 m) und Mont Aigoual (1.545 m) durchziehen sieben große Flussadern. Diese sept veines (fluviales) gaben den „Ce-vennen“ ihren Namen und formten ihre Landschaft. Vom Allier über den Lot, den Tarn, denb Gardon, den Hérault, die Cèze und die Ardèche haben in die Hochebenen der causses tiefe Schluchten gegraben.

Transhumanz in den Cevennen.. Foto: Hilke Maunder
Die Leitschafe tragen Glocken. Foto: Hilke Maunder

Die Hand auf seinen Stock gestützt, erzählt Benjamin Sergé Cavaillac von den Ursprüngen der Gipfel, die ihn umgeben. Seit mehr als zehn Jahren zieht der Schäfer mit seiner Herde über die Wiesen und Weiden ringsum.

Transhumanz aus Tradition

Obgleich der Tourismus auch in den Cevennen immer stärker an Bedeutung gewinnt, dominiert in den dünn besiedelten Bergen bis heute die traditionelle Landwirtschaft. Dazu gehört auch die Transhumanz.

Einsame Schäferhütte in den Cevennen. Foto: Hilke Maunder
Einsame Schäferhütte in den Cevennen. Foto: Hilke Maunder

Über alte Viehwege (drailles) ziehen die Herden im Juni von ihren Winterquartieren im Tal hinauf zu den Sommeralmen der Berge Mont Lozère und Mont Aigoual, auf denen zwischen Kalk, Gneis und Granit würzige Kräuter und saftige Gräser wachsen.

Ziegen & Zwiebeln

Ziegenzüchterin in den Cevennen. Foto: Hilke Maunder
Céline Moureves züchtet in Saint-Martial Ziegen. Foto: Hilke Maunder

Céline Moureves ist Herrin über 90 Ziegen. Zweimal täglich werden sie gemolken. Aus ihrer Milch fertigt die 37-Jährige kleine, nur 60 g schwere Käsetaler: Pélardon – der erste und bislang einzige AOC-Käse des Languedoc.

Für den südfranzösischen Dichter Frédéric Mistral war der weiche Ziegenfrischkäse der Inbegriff der Cevennen. Er nahm den trocken-würzigen Taler prompt in sein provenzalisch-französisches Wörterbuch auf. Nicht, ohne den intensiven Geschmack zu betonen.

Saint-Martial in den Pyrenäen. Foto: Hilke Maunder
Saint-Martial in den Pyrenäen. Foto: Hilke Maunder

Da der Pélardon nicht lange aufbewahrt werden konnte, verließ der runde, flache Käse erst in den 1960er-Jahren seine Heimat und wurde überregional bekannt. Das lag vor allem an Wiederbelebung und Professionalisierung der Ziegenzucht zu dieser Zeit durch „Aussteiger“.

Als „Neo-Rurale“ hatten nicht wenige von ihnen der Stadt den Rücken gekehrt und ihren Traum vom Leben auf dem Lande in den weiten, wilden Cevennen verwirklicht.

Bis heute Handarbeit: die Zucht der Oignon Doux. Foto: Hilke Maunder
Bis heute Handarbeit: die Zucht der Oignon Doux. Jede Zuchtzwiebel pflanzt Francine per Hand. Foto: Hilke Maunder

Ihre Schwester Francine pflanzt in Saint-Martial auf kleinen Terrassen die zweite geschützte Spezialität der Region: oignons doux, Süßzwiebeln. Alle drei sind typische Cévenoles, raue und doch sehr herzliche Menschen, die aus Überzeugung das harte bäuerliche Leben ihrer Vorfahren fortführen und bewahren.

Die Zwiebelterrassen von Saint-Martial. Foto: Hilke Maunder
Die Zwiebelterrassen von Saint-Martial. Foto: Hilke Maunder

Bis heute sind Anbau und Verarbeitung Handarbeit, anstrengend und zeitintensiv. Sobald der Schnee geschmolzen ist, recken die Zwiebeln ihre hellgrünen Schösslinge aus der kargen Erde.

Den ganzen Sommer über reifen sie auf den Terrassen in der Sonne. Erst im Herbst werden sie geerntet. Und wird dann in Saint-Martial auf dem Markt der L’Oignon doux des Cévennes groß gefeiert.

Die süßen Zwiebeln der Cevennen werden seit alters her auf Terrassen angebaut. Foto: Hilke Maunder
Die süßen Zwiebeln der Cevennen werden seit alters her auf Terrassen angebaut. Foto: Hilke Maunder

Roh oder gekocht kommt sie auf den Tisch, als Confit ins Glas – gewürzt mit Koriander, weißen Rosinen, Honig, Thymian oder einigen Spritzern Aceto Balsamico. Wer mehr über die Zwiebel mit der seidigen Haut erfahren will, folgt der Route de l’Oignon doux des Cévennes.

Von Valleraugue verläuft sie über die Passhöhen Col du Pas und Col de l’Espinasse nach Saint-André de Valborgne, l’Estréchure, Col du Mercou, Soudorgues, Lasalle und Saint-Martial.

Dieser Laden in Le Vigan hat sich auf die regionalen Genüsse der Cevennen spezialisiert. Foto: Hilke Maunder
Regionale Genüsse der Cevennen? In diesem Laden gibt es sie! Ihr findet ihn in Le Vigan. Foto: Hilke Maunder

Liebeskummer? Ab in die Cevennen!

Angelockt von den Bergen wurde auch Robert Louis Stevenson. 1878 –  Griechenland erklärt der Türkei den Krieg, Papst Pius IX. stirbt nach 32-jähriger „Regentschaft“ – leidet der Autor der Schatzinsel unter Liebeskummer. Als einzigen Ausweg sieht der junge Mann eine Wanderung durch die Cevennen.

Fasziniert vom Volksaufstand der Camisarden, beginnt der 27-Jährige mit einem Packesel und einem Buch über die Pastoren des „Désert“ im Gepäck am 22. September 1878 seine Wanderung bei Le Puy-en-Velay.

In Le Puy-en-Velay wacht die Dame La France über die Pilgerstadt an der Loire. Foto: Hilke Maunder
In Le Puy-en-Velay wacht die Dame de France über die Pilgerstadt an der Loire. Foto: Hilke Maunder

Zwölf Tage lang marschierte der Schriftsteller durch das Zentralmassiv und durch die herbe Landschaft der Margeride, aßt bei Bauern und schlief in einfachen Gasthöfen. Auf dem Pilgerweg Chemin de Regordane erreichte er schließlich in Saint-Jean-du-Gard die „Cevennen der Cevennen“.

Seinen Spuren folgt heute als Stevenson-Weg der 272 Kilometer lange Grande Randonnée GR 70. Wie einst könnt ihr Esel zum Gepäcktransport mieten. Und alle Genüsse der Cevennen so besonders nachhaltig erleben.

Cevennen: meine Reisetipps

Natur-Juwele

Diagonale du Vide. Der Cirque de Navacelles in den Cevennen. Foto: Hilke Maunder
Der Cirque de Navacelles in den Cevennen. Foto: Hilke Maunder

Cirque de Navacelles

Zwischen dem Causse du Larzac und dem Causse de Blandas hat die Vis tiefe Schluchten in das Kalkplateau eingegraben. Eine seiner Fluss-Schleifen wurde dabei vor rund 6.000 Jahren abgeschnitten.

Der Fluss floss dort nicht mehr im Bogen, sondern stürzte sich als Wasserfall über die Kalksteinklippe. Der Cirque de Navacelles, heute ein Grand Site de France, war entstanden. Den besten Überblick auf das Naturwunder bietet sich vom drei Kilometer  entfernten Belvédère de Blandas.

Les Gorges de la Vis

Die Schlucht der Vis kurz vor dem Cirque de Navacelles. Foto: Hilke Maunder
Die Schlucht der Vis kurz vor dem Cirque de Navacelles. Foto: Hilke Maunder

Ungeheuer beeindruckend wie auch die Schluchten, die die Vis nördlich des Cirque de Navacelle in das Sedimentgestein gefräst hat. Zwischen dem Seranne-Massiv und dem Causse de Blandas hat der kleine Nebenfluss des Hérault gemeinsam mit ihrem Zufluss Virenque einen atemberaubenden Canyon geschaffen – mit Klippen und Schuttkegeln, Höhlen und Quellen.

Saint-Maurice-Navacelles. Foto: Hilke Maunder
Saint-Maurice-Navacelles. Foto: Hilke Maunder
Der Blick auf die Schlucht der Vis von der D 48. Foto: Hilke Maunder
Der Blick auf die Schlucht der Vis von der D 48. Foto: Hilke Maunder

Mont Aigoual

Zum Mont Aigoual, der im 19. Jahrhundert wieder aufgeforstet wurde, windet sich die D 48 als 15 Kilometer lange Panoramastrecke. Haltet am Aussichtspunkt Belvédère de la Cravate. Oder folgt dem Sentier des 4000 Marches. Er verbindet Vallerauge (340 m) mit dem Gipfel des Mont Aigoual (1567 m).

Dabei präsentiert er die typischen Landschaften der Cevennen: Kastanienhaine, Heide, Buchen- und Tannenwälder. Sportliche können Ende Juni beim Wettrennen La Montée des 4000 Marches mitmachen.

Fantastisch ist auch die Fernsicht vom 1.567 Meter hohen Gipfel, den eine Wetterstation bekrönt. Das einstige Museum eröffnete 2023 neu als Climatographe, der im Herzen des Nationalparks Cevennen als Zentrum der Umwelt-, Kulturerbe- und Wissenschaftsgeschichte auf 700 Quadratmetern Herausforderungen und mögliche Antworten auf den Klimawandel vorstellt.

Holt aber vor der Wanderung unbedingt einen Wetterbericht ein: Mont-Aigual ist der regenreichste Ort des Hexagons!

Sehenswerte Cevennen-Orte

Sauve

Sauve am Vidourle. Foto: Hilke Maunder
Sauve am Vidourle. Foto: Hilke Maunder

Als südliches Tor zu den Cevennen rühmt sich Sauve. Von seinem Pont Neuf aus sehr ihr am besten, wie sich seine Häuser an den Steilhang des Coutach klammern. Sein mittelalterliches Herz hat zahlreiche Künstler angelockt, die in den alten Gassen ihre Ateliers, Werkstätten und Wohnungen haben.  Über Sauve thront das Mer des Rochers, ein wahrhaft beeindruckendes Felsenmeer.

Anduze

Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Auch die alte Töpferstand am Gardon wirbt damit, das Tor zu den Cevennen zu sein. Malerisch und historisch sehr interessant ist die alte Hugenottenhochburg allemal. Hier habe ich sie vorgestellt.

Alès

Alès war einst das Zentrum des Kohlebergbaus in den Cevennen. Seit der Stilllegung der Minen baut Alès gezielt den Tourismus aus – und hat eine Zeche in ein Besucherbergwerk verwandelt. Erfahrt hier mehr.

Alès: Hier verkehren kostenlose Shuttlebusse. Foto: Hilke Maunder
Im Zentrum von Alès verkehren kostenlose Shuttlebusse. Foto: Hilke Maunder

Saint-Laurent-le-Minier

In Saint-Laurent-le-Minier wurden seit dem Mittelalter Gold und Silber, aber auch Kupfer, Blei, Eisen und Zink abgebaut. Hier findet ihr auch einen der schönsten Freiluftpools Frankreichs: die Kaskaden der Vis. Herrlich! 

Montardier

Montardier im Cevenn-Nationalpark. Foto: Hilke Maunder
Montardier im Cevenn-Nationalpark. Foto: Hilke Maunder

Mitten durch das Zentrum von Montardier am Causse de Blandas führt die D 48, die Le Vigan mit Lodève an der mautfreien Autobahn A 75. Die heutige Départementsstraße verläuft auf der Trasse einer alten römischen Handelsstraße, die ein die Cevennen mit Spanien verbannnt.

Mende

Mende im Tal des Lot. Foto: Hilke Maunder
Mende im Tal des Lot. Foto: Hilke Maunder

Im Osten der Cevennen und am Oberlauf des Lot liegt die alte Kathedralstadt Mende im Tal. 300 Meter hoch ragen die Steilwände zum Causse de Mende hinter den Häusern auf. Mehr zu Mende erfahrt ihr hier. Südlich von Mende ragt das langgestrecke Plateau des  Mont Lozère mit seiner weiten Heidelandschaft auf.

Le Vigan

Das Rathaus von Le Vigan. Foto: Hilke Maunder
Das Rathaus von Le Vigan. Foto: Hilke Maunder

Wenngleich die ersten Spuren bis ins dritte Jahrhundert v. Chr. zurückgehen, so gewann Le Vigan doch erst im Mittelalter an Bedeutung. Im Jahr , 1053 wurde dort ein Priorat gegründet und den Benediktinermönchen der Abtei Saint-Victor-de-Marseille anvertraut. Ihr Krankenhaus machte Le Vigan zum Zentrum der Region.

<em>Pouzadou</em> bedeutet im Okzitanischen "kleiner Brunnen" – auf dem Platz vor der Buchhandlung plätschert er. Foto: Hilke Maunder
Pouzadou bedeutet im Okzitanischen „kleiner Brunnen“ – auf dem Platz vor der Buchhandlung plätschert er. Foto: Hilke Maunder

Sein kleines mittelalterliches Zentrum besteht aus schachbrettartig angelegter Gassen, die sich rund um die zentrale Markthalle erstrecken. Die Namen der alten Gassen erinnern bis heute an ihre einstige Bedeutung. In der Rue du Pouzadou befand sich en kleiner Brunnen, in der Rue du Four der Gemeindebackofen, in der Rue de la Boucherie der Schlachter.

Die alte Bogenbrücke von Le Vigan. Foto: Hilke Maunder
Die alte Bogenbrücke von Le Vigan. Foto: Hilke Maunder

Wie die gesamte Region wurde auch die Stadt von den religiösen Konflikten des 16. Jahrhunderts geprägt. Doch nach dem Ende der blutigen Glaubenskriege begann eine Periode des Wohlstands, und die Seidenherstellung erlebte eine Blüte.

Le Vigan an der Arre. Foto: Hilke Maunder
Le Vigan an der Arre. Foto: Hilke Maunder

Zahlreiche Stadthäuser entstanden. Das Château d’Assas, das heute die gemeindeübergreifende Mediathek und zahlreiche Veranstaltungen beherbergt, ist eines der schönsten Beispiele dafür. Das Wahrzeichen von Le Vigan ist jedoch seine Bogenbrücke, die seit dem 14. Jahrhundert die Arre überspannt.

Museen

Das Cevennenmuseum von Le Vigan. Foto: Hilke Maunder
Das Cevennenmuseum von Le Vigan. Foto: Hilke Maunder

Der Esskastanienanbau, die Seidenraupenzucht und andere traditionelle Wirtschaftszweige der Cevennen dokumentiert auf drei Etagen das Musée Cévenol.
• 1, rue des Calquières, Le Vigan, Tel. 04 67 81 06 86, https://museecevenol-levigan.jimdo.com

Das Seidenmuseum von Saint-Hippolyte-du-Fort. Foto: Hilke Maunder
Das Seidenmuseum von Saint-Hippolyte-du-Fort. Foto: Hilke Maunder

Das Musée de la Soie erläutert nicht nur Geschichte und Technik der Seidenherstellung, sondern lädt ein, auch einmal selbst sich in der Seidenzucht zu versuchen – die Eier dazu werden Ende April verkauft und bei Bedarf auch per Post versandt.
• Place du 8 Mai, Saint Hippolyte du Fort, Tel. 04 66 77 66 47, www.museedelasoie-cevennes.com

Roi René holte Maulbeerbäume für die Seidenraupenzucht nach Frankreich. Foto: Hilke Maunder
Seidenraupen lieben Maulbeerbaumblätter! Foto: Hilke Maunder

Aktiv erleben

Durch den Nationalpark führen fünf Großwanderstrecken (Grande Randonnée, kurz GR), der Themenweg „Auf den Spuren Stevensons in den Cevennnen“, die „Rundtour auf dem Causse Mejean“ sowie eine Vielzahl kürzerer Wanderstrecken.
Geführte Ausritte bietet u. a. der Reiterhof Cheval Vert.
• Arrigas, Tel. 04 67 82 05 59, www.chevalvert.com
Zahlreiche Flussbadestellen im Tal der Vis und der Tessonne.

Veranstaltungen

Halbmarathon (Le Vigan, Apr.), Fête de la Transhumance (Espérou, Mitte Jun.), Festival du Vigan (Jul./Aug)

Bei Ganges in den Bergen. Foto: Hilke Maunder
Bei Ganges in den Bergen. Foto: Hilke Maunder

Schlafen

Château Massal
Françoise du Luc hat ihren Familiensitz Château Massal für Gäste geöffnet und empfängt sie zum Aperitif im Salon. Die vier Zimmer im Schlossturm sind geräumig, komfortabel und voller nostalgischem Charme, zum opulenten Frühstück gibt es feinstes Porzellan und Silberbesteck.
• Le Village, D 999, 30120 Bez-Esparon Tel. 04 67 81 07 60, www.cevennes-massal.com

Esskastanie umgibt außen eine harte Schale, innen eine braune Haut. Beide werden vor dem Verarbeiten entfernt. Foto: Hilke Maunder

Schlemmen & genießen

Köstliches aus Kastanien: MaronencremeMaronencreme

Die Kastanien sind die Brotbäume der Cevennen. Ihr Mehl ist eine glutenfreie sowie basische Alternative zu herkömmlichem Weizenmehl. Ihre Frucht machte Clément Faugier zur Leckerei. 1882 erfand er ein industrielles Verfahren für die Herstellung der glasierten Maroni, die bereits am Hof von Ludwig XIV. sehr geschätzt waren.

Drei Jahre später kam er auf die Idee, wie er den Bruch nutzen könnte, der bei der Herstellung der glasierten Früchte entstand. Er ließ den Bruch zerkleinern, versetzte ihn mit Maronenmark, Konfiseriesirup, Zucker und Vanille – voilà: Die berühmte Crème Marrons de l’Ardèche war erfunden. Einst gab es sie nur in der berühmten Büchse, heute auch in kleinen Größen in der Tube.

Vater und Sohn beim Zwiebelputzen für de Verkauf: Alain und Guillaume Sauzet in Saint-Martial. Foto: Hilke Maunder
Vater und Sohn beim Zwiebelputzen für de Verkauf: Alain und Guillaume Sauzet in Saint-Martial. Foto: Hilke Maunder

La Raïolette

• Infos zur süßen Zwiebel der Cevennen gibt es beim SCA Origine Cévennes Route de Valleraugue, Route de Valleraugue, 30570 St-André de Majencoules, Tel. 04 67 82 50 64, www.oignon-doux-des-cevennes.fr

• Märkte:  Ganges, Fr. morgens (Mai – Okt.); Le Vigan, Di., Sa. morgens; St-Martial, So. (Jul/Aug.)

Le Jardin

Regionale Produkte wie den Ziegenkäse Pélardon, süße Zwiebeln, Esskastanien verarbeitet Sirma Bamassé in Le Jardin zu raffinierten Gerichten.
• 10, Rue du Four, 30120 Le Vigan, Tel. 04 67 81 28 96, www.resto-lejardin.fr

Abendstimmung in den Cevennen. Foto: Hilke Maunder
Abendstimmung in den Cevennen. Foto: Hilke Maunder

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Filmtipp

Mein Liebhaber, der Esel und ich*

Im Herbst 2020 begeisterte Regisseurin Caroline Vignal mit einer Komödie die Kinogänger, die Stevensons Eselswanderung aus Liebeskummer unterhaltsam im Heute neu erzählt. Die Handlung ist leichte Kost, die Landschaften und das Frankreich-Flair sind einfach hinreißend. Kurzum: Herzkino!

Einsam in der Macchia bei Saint-Martial. Foto: Hilke Maunder
Einsam in der Macchia bei Saint-Martial. Foto: Hilke Maunder

Weiterlesen

Im Blog

Die Brotbäume und die Goldbäume der Cevennen habe ich euch hier vorgestellt. Mehr zu den Schluchten des Tarn erfahrt ihr hier, zu den Gorges de l’Ardèche hier.

Im Buch

Anne Chaplet, Brennende Cevennen*

Im zweiten Band der Tori-Gordon-Krimireihe wird es richtig heiß.  Über Belleville lodern die Flamme und reißen die  einstige Anwältin mitten in der Nacht aus dem Schlaf.

Dort, wo einst zur goldenen Zeit der Seidenraupenzucht unzählige Maulbeerbäume standen, jagt der Wind die Flammen über Berge und Ebenen. Neben den verkohlten Überresten eines Wohnwagens auf einer Hochebene findet Tori die Leiche eines Hundes. Sein Besitzer, der Schweizer Franco Jeger, ist spurlos verschwunden. Brandstiftung in den Cevennen, verbunden mit einem uralten Wirtschaftszweig: Auch Band zwei der Krimireihe sorgt für Nervenkitzel und Atmo! Hier* kannst Du ihn online bestellen.

MARCO POLO Languedoc-Roussillon/Cevennen*

Diesen Titel habe ich nach Axel Patitz und Peter Bausch inzwischen seit sechs Ausgaben umfangreich erweitert und aktualisiert.

Strandvergnügen und Kultur, quirlige Städte und wildromantische Landschaften: Von den Cevennen über das Languedoc bis hin zum Roussillon findet ihr dort Highlights und Kleinode, Tipps für Entdecken und Sparfüchse – und Adressen, die ich neu entdeckt und getestet haben. Denn dieser Landstrich ist seit 2014 meine zweite Heimat.

Wandert rund um den Mont Lozére, radelt durch die Petite Camargue, schippert im Hausboot auf dem Canal du Midi, taucht mit der Zahnradbahn in die faszinierende Tropfsteinwelt der Cevennen ein oder entdeckt die Côte Vermeille bei einer Schnorchelwanderung. Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

Okzitanien abseits GeheimtippsOkzitanien: 50 Tipps abseits der ausgetretenen Pfade*

Okzitanien ist die Quintessenz des Südens Frankreichs. Es beginnt in den Höhen der Cevennen, endet im Süden am Mittelmeer – und präsentiert sich zwischen Rhône und Adour als eine Region, die selbstbewusst ihre  Kultur, Sprache und Küche pflegt.

Katharerburgen erzählen vom Kampf gegen Kirche und Krone, eine gelbe Pflanze vom blauen Wunder, das Okzitanien im Mittelalter reich machte. Acht Welterbestätten birgt die zweitgrößte Region Frankreichs, 40 grands sites – und unzählige Highlights, die abseits liegen. 50 dieser Juwelen enthält dieser Band. Abseits in Okzitanien: Bienvenue im Paradies für Entdecker!  Hier* gibt es euren Begleiter.

Der Reisebegleiter vor Ort: Ralf Nestmeyer, Languedoc-Roussillon*

Zwischen dem Delta der Camargue und den Gipfeln der Pyrenäen hat Ralf Nestmeyer nahezu jeden Strand gesehen, jede Stadt besucht, jedes Wehrdorf besichtigt – im Languedoc etwas intensiver, im Roussillon fokussiert er auf bekannten Highlights. Inzwischen ist der wohl beste Führer für diese wunderschöne Ecke Frankreich 2021 in 9. Auflage erschienen.

Das 588 Seiten dicke Werk ist der beste Führer für Individualreisende, die diese Region entdecken möchten und des Französischen nicht mächtig sind. Wer möchte, kann den Band hier* direkt bestellen.

Das ganze Land: MARCO POLO Frankreich*

Einfach aus dem Besten auswählen und Neues ausprobieren, ist das Motto der Marco Polo-Reiseführer. Den MARCO POLO Frankreich* habe ich vor vielen Jahren von Barbara Markert übernommen und seitdem umfassend aktualisiert und erweitert.

Freut euch auf neue Insidertipps, neue Reiseziele, frischen Hintergrund und viele Erlebnisvorschläge für Aktive und Entdecker – von Lichterkunst in Bordeaux’ U-Boot-Basis bis zu Wanderungen unter Wasser.

Damit ihr Frankreich noch besser versteht, gibt es natürlich auch viel Hintergrund zu Frankreich und seinen Menschen. Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

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11 Kommentare

  1. Liebe Hilke, ich habe küzlich den Film „Der Esel, mein Liebhaber und ich“ gesehen und möchte nun unbedingt in den Chevennen wandern – vorerst ohne Esel. Ich habe bisher aber nur organisierte Individualreisen gefunden mit Übernachtung in Hotels und Gepäcktransport – das brauche ich eigentlich nicht. Ich würde stattdessen lieber in Herbergen mit Frühstück/Abendessen übernachten und nur mit Wanderrucksack anreisen. Hast du einen Tipp, was die Tourenplanung angeht? Vielleicht einen Wanderführer oder einen Blog? Suche nach einem Vorschlag für eine Route, die gut machbar ist (7-10 Tage) und am besten auch gleich mit Vorschlägen für Herbergen. Wobei ich gar nicht weiß, ob ich für die Reservierungen dort vielleicht schon zu spät dran bin? Ich hatte Ende August/Anfang September ins Auge gefasst, in der Hoffnung, dass es dann nicht mehr zu heiß, sondern angehem warm ist. Ich freu mich, von dir zu hören!

  2. Ich will nächstes Jahr in die Cevennen. Wir haben ein Haus für sechs in Uzes bebucht und werden es uns vier Wochen lang gut gehen lassen. Was wir auf jeden Fall machen werden, ist Lebensmittel vom Bauern zu besorgen versuchen. Unser Tick ist, nach ausgiebigem Frühstück erst nachmittags zu kochen. Dann schmeckt auch eine Gemüsepfanne himmlisch, ganz ohne Charolais-Steak oder Bressehuhn… Spaß beiseite, etwas zu essen, was Leute mit Liebe groß gezogen haben, die man kennengelernt hat, ist etwas Großartiges. Ich halte das für den Ferienhaustrend der Zukunft: Von und mit dem Land leben, das man besucht.

  3. Ich war nun im Herbst 2017 tatsächlich dort. In Saint-Hilaire-de-Lavit, ein winziger Weiler in der nähe von Arles. Es lohnt sich, einmal diese noch recht einsame Gegend Frankreichs zu besuchen. Auf meiner Website findet ihr hierzu einen kleinen Reisebericht. Viel Spass!

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