Fenouillèdes: (noch) ein Geheimtipp

Der Fenouillèdes erhielt seinen Namen vom wilden Fenchel, der hier allerorten wächst. Foto: Hilke Maunder
Der Fenouillèdes erhielt seinen Namen vom wilden Fenchel, der hier wie der gelbe Ginster allerorten wächst. Foto: Hilke Maunder

Fenolheda steht auf dem Schild, das plötzlich am Straßenrand auftaucht, Fenouillèdes. Rund 20 km von Perpignan entfernt, endet im tiefen Süden Frankreichs der Roussillon.

Eine neue „Comarca“ beginnt. Ihre Lebensader ist der Agly, ihre Sprache Okzitan.

Das Tal des Agly zwischen Estagel und Maury. Foto: Hilke Maunder

Andere Sprache, andere Kultur

Nur die Jungen und Zugereisten, Besucher und Fremde sprechen Französisch. Unter sich sprechen die Einheimischen Okzitan. Kehlig und rau, und gerne auch lauter, als man es sonst von Franzosen gewohnt ist.

Und nicht Katalan, wie in den anderen nordkatalanischen Comarcas Rosselló, Vallespir, Conflent, Capcir und Alta Cerdany, die heute das Département Pyrénées-Orientales bilden.

Hinter Estagel beginnt der Fenouillèdes (Fenolheda). Foto: Hilke Maunder

Die Grenze verläuft bei Estagel. Darauf sind die Bewohner des Fenouillèdes stolz. Das erlebe ich tagtäglich in meiner Wahlheimat, die mitunter nicht einmal die Menschen von der nahen Küste kennen.

„Fenouillèdes, wo ist denn das?“, fragen sie mich. Da dachte ich mir: Diese wunderschöne Ecke zwischen Pyrenäen und Mittelmeer muss ich euch einmal vorstellen!

Blick auf Saint-Paul-de-Fenouillet von Westen kommend. Foto: Hilke Maunder

Die Hauptstadt: Saint-Paul-de-Fenouillet

Die Hauptstadt des Fenouillèdes ist die 1800 Einwohner große Kleinstadt Saint-Paul-de-Fenouillet, die die markante Silhouette des Chapître Collégiale überragt.

Den Turm des Chapître von Saint-Paul-de-Fenouillet könnt ihr besteigen – die Aussicht über die Kleinstadt und das Tal des Agly ist fantastisch!

Heute birgt es ein überaus sehenswertes Heimatmuseum. Im Innenhof des Sakralkomplexes werden im Sommer Freiluftkonzerte veranstaltet.

Was macht Saint-Paul-de-Fenouillet und den Fenouillèdes so besonders? Das verrät ein Besuch des Heimatmuseums im Chapître. Foto: Hilke Maunder

Unter Outdoor-Fans ist „SPF“ berühmt für ihre Via Ferrata. Sie beginnt am südlichen Ortsrand bei der Clue de la Fou.

Auf der rechten Flanke der Chaîne de Lesquerde führt die Via Ferrata hinauf bis zum Kamm. Foto: Hilke Maunder

Sie endet in Schwindel erregender Höhe an gespannten Seilen, auf denen ihr von der Chaîne de Lesquerde auf die tonpfannengedeckten Häuser von Saint-Paul schauen könnt. „La Panoramique“ ist Nervenkitzel pur!

Die Badegumpen der Gorges de Galamus. Foto: Hilke Maunder

Gen Norden blickt ihr  zu den Gorges de Galamus, die der junge Agly in den Karst gefräst hat. Am südlichen Eingang dieser spektakulären Schlucht hat ein Einsiedler im Mittelalter eine kleine Kapelle  samt Wohnhaus in den Fels gebaut.

Der südliche Eingang zu den Gorges de Galamus mit der Ermitage Saint-Antoine. Foto: Hilke Maunder

Alljährlich zu Ostern ist die Ermitage Saint-Antoine Ziel einer Pilgerfahrt, bei der nach der Messe aus einer XXL-Pfanne gemeinsam ein Omelett genossen wird.

Die Kapelle der Ermitage Saint-Antoine. Foto: Hilke Maunder

Auf der Kammspitze ragt weiter östlich eine der Katharerburgen auf, die mit dem Fels zu verschmelzen scheinen: Château de Quéribus.

Die Katharer-Burg von Quéribus. Foto: Hilke Maunder

Auf dem Weitwanderweg Sentier Cathare könnt ihr sämtliche Festungen entdecken, in denen sich die „Bonshommes“, die reinen Menschen“, vor der Verfolgung von Kirche und Krone verschanzt hatten.

Alljährlich im Mai bietet die Fête de la Randonnée die Gelegenheit, weitere schöne Wanderziele im Fenouillèdes kennenlernen. Zu Himmelfahrt feiert Saint-Paul sein Stadtfest Printemps des Échoppes mit großem Markt, Kinderanimation, Live-Musik und Tanz.

An der D 69 bei Maury: Rebgärten, so weit man sehen kann. Foto: Hilke Maunder

Maury: Süßweine und schwere Rote

Von Maury habt ihr vielleicht schon einmal gehört: Das Winzerdorf stellt aus roten Grenachetrauben den natursüßen Wein Maury (AOC) her, der hier traditionell zum Apéritif genossen wird.

Neben der Kooperative gibt es zwei Dutzend unabhängiger Erzeuger, die aus Grenache Rotweine keltern, die immer mehr Anerkennung erfahren.

Reifen unter freiem Himmel: die Süßweine von Mas Amiel in Maury. Foto: Hilke Maunder

Bei Mas Amiel ist daher 1999 Olivier Decelle, Ex-Präsident von Picard Surgelés eingestiegen und pusht das Weingut erfolgreich in internationalen Märkten.

Viel besser munden mir persönlich allerdings die Tropfen von Thunevin-Calvet, die am östlichen Ortseingang ihren modernen Keller als Sandsteinkubus vor den Fels gesetzt haben. Bei der Verkostung wird gerne auch der Keller gezeigt.

Wenn ihr durch das Dorf bummelt, achtet einmal auf die Fassaden. Sie hat Bernard Gout mit Trompe-l’œil-Malereien geschmückt. Mehr zu den Weinen des Fenouillèdes, die zu den Appellationen Côtes-du-Roussillon und Côtes-du-Roussillon villages gehören, findet ihr hier.

Berühmt in der Region: das Café-Wandbild von Maury. Foto: Hilke Maunder

Alljährlich im Juni feiert Maury ein großes Musikfest, das frankreichweit bekannt ist: Voix des Femmes. Nur Frauen, als Chor, Band, Solosängerin oder Musikerin, stehen von mittags bis Mitternacht dann auf der Bühne. Hier habe ich es vorgestellt.

Frauen sind Programm beim Festival „Voix des Femmes“ in Maury. Foto: Hilke Maunder

An der D19 Richtung Queribus seht ihr nach der kleinen Brücke einen Picknickplatz. Hier beginnt ein wundervoller Rundweg durch Garrigue und Pinienwald.

Rund 90 Minuten braucht ihr für den Sentier Botanique de Roubials, der von hier aus 2,5 km lang ist, vom Parkplatz bei der Maison du Terroir 3,7 km.

Rosmarin, Steineichen, Immortelle und Erdbeerbaum begleiten euch. Achtung: Es geht mitunter recht steil bergauf, und für das Geröll an manchen Partien braucht ihr gute Sohlen!

Caudiès-de-Fenouillèdes

Sehenswert: das Wallfahrtskirchlein von Caudiès. Foto: Hilke Maunder

Über dem kleinen Ort thront die Wallfahrtskirche Notre-Dame-de-Laval. Im Herzen des Dorfes ist noch mit dem Quartier du fort moyenâgeux noch die Keimzelle der Siedlung erhalten.

In Caudiès ist noch viel von der mittelalterlichen Bausubstanz erhalten. Foto: Hilke Maunder

Den kleinen Place de la Mairie schmückt noch mittelalterliches Fachwerk. Dahinter beginnt die Passstraße, die über sich in vielen Kehren hinauf zum Col Saint-Louis windet.

Wer Kunst liebt, entdeckt Mitte Mai die örtlichen Künstler, die beim Aktionstag Arts en Fenouillèdes ihre Ateliers öffnen.

Im Frühling stellen in Caudiès die örtlichen Künstler ihre Arbeiten aus und öffnen ihre Ateliers. Foto: Hilke Maunder

Immer mit dabei ist auch die Britin Fleur Gray mit ihren Ton- und bildnerischen Arbeiten, die von der Region inspiriert sind.

Mich zieht es zum Wandern oft in den Fôret Domaniale de Boucheville, in der ihr bei der Vegetation auf Vertreter von drei Klimazonen stoßt: Tannen der Berge, immergrüne Eichen des Mittelmeerklimas sowie Buchen, wie sie für Frankreichs atlantisches Klima typisch sind.

Überall stoßt ihr unterwegs auf die Spuren einer sehr langen Besiedlung. Auch Brücken und andere Zeugnisse der Römerzeit sind im Fenouillèdes erhalten. Wie diese Brücke bei Prugnanes. Foto: Hilke Maunder

Seit 2008 leben hier auch wieder Wölfe! Weiter westlich und höher gelegen ist der Forêt Royal de la Fange, aus dem Colbert die Weihnachtstannen für den Sonnenkönig holen ließ.

Fenouillèdes: Von Saint-Paul-de-Fenouillet nach Caudiès begleitet ein Radweg die D 117. Foto: Hilke Maunder

Tautavel: Der erste Europäer

Bereits vor 450.000 Jahren lebten Menschen im Fenouillèdes. So auch in der Grotte von Arago, wo der erste Europäer einst mit seiner Sippe lebte.

Der Nachbau der Cave Arago von Tautavel. Foto: Hilke Maunder

In einem Nachbau der Höhle, die das Musée de la Préhistoire könnt ihr Kopien der Fossilien von Homo erectus, Steinwerkzeuge und Originale von Tierfossilien sehen, einige davon in liebevoll inszenierten Schaukästen mit Illumination. Vorgestellt habe ich das Museum in diesem Blogbeitrag.

So hat er wohl ausgesehen, der Mann von Tautavel. Foto: Hilke Maunder

Latour-de-France

Seit drei Jahrhunderten bewacht der Latour-de-France an der Grenze von Roussillon und Fenouillèdes die sonnenverwöhnten Hänge um das kleine Dorf, auf denen die Trauben für Topweine wie Château de Triniac reifen.

Latour-de-France: die Ortseinfahrt vom Fenouillèdes aus. Foto: Hilke Maunder

Zwei Französinnen haben den wehrhaften Ort zu ihrer zweiten Heimat erkoren und ein einmaliges Projekt gestartet: Latour au fils des Ans.

Einmal pro Jahr zeigen Patricia Clavières (Bayonne) und Evelyne Auvraud in einer Fotoausstellung Einwohner, die sie fotografiert haben, und alte Ansichten aus Latour. Mehr als vier Millionen Motive umfasst inzwischen ihr Archiv!

Die Galerie von Albert Roger. Foto: Hilke Maunder

Im ehemaligen Bischofssitz neben der Kirche, deren Turm die alte Bourg überragt, hat ein Albert Roger eine Galerie eingerichtet mit eigenen  Werken.

Albert Roger war fasziniert von Marilyn Monroe – und verewigt MM prompt in einer Collage. Foto: Hilke Maunder

Albert ist Autodidakt. Er hat zunächst mit Aquarellen begonnen, dann mit Acrylfarben gearbeitet und fertigt heute Collagen aus all den Eintrittskarten, die er während seiner Arbeitsjahre in Paris gesammelt hat.

Was er dort gemacht und erlebt hat? Lest es in seiner sehr amüsant verfassten Biografie Mémoires d’un Rat de Cave* nach!

Der Zug des Fenouillèdes: le train rouge – im Sommer mit offenen Wagen! Foto: Hilke Maunder

Vom Wein zum Wald

Das weite Aglytal ist geprägt von Wein und Karstkämmen. Von  Ostern bis Ende Oktober zuckelt der Train Rouge zwischen Axat und Rivesaltes durch diese wunderschöne Landschaft. Einige Waggons sind sogar offen: ein Heidenspaß besonders in den Tunneln!

Unterwegs im Train Rouge. Foto: Hilke Maunder

Neun Kilometer weiter südlich erlebt ihr eine völlig andere Landschaft. Mediterraner Wald hat die karstigen Hänge erobert.

Mittwochs, sonnabends und sonntags stehen überall Schilder am Straßenrand: Attention. Chasse en cours. Es wird gejagt. Vor allem „sanglier“, Wildschwein.

Nachts kommen die Tiere von den Hängen hinab in die Weingärten, wühlen den Boden auf, fressen die Trauben und richten massive Schäden an.

Ansignan ist stolz: Zumindest geografisch ist es das Zentrum des Fenouillèdes. Foto: Hilke Maunder

Ansignan: das geografische Herz

Nur wenige Meter von der Mündung des Desix in den Agly errichten die Römer im dritten Jahrhundert ein Aquädukt, das bis ins 14. Jahrhundert genutzt wurde.

Die 170 Meter lange Wasserleitung ruht auf 29 Stützbögen – ein schöner Anblick, besonders vom höher gelegenen Dorf aus. Dort droben verrät ein Schild: Ihr befindet euch nun im „Centre du Fenouillèdes“.

Ihr könnt im Innern des Aquädukts entlang laufen! Foto: Hilke Maunder

In Ansignan beginnen mehrere markierte Wanderwege. Einer führt zu den Dolmen, die zwischen 2500 – 1500 v. Chr. bei Ansignan und Trilla errichtet wurden.

Ein zweiter markierter Rundweg bringt euch von der Mühle vorbei an Weingärten zum Aquädukt und wieder retour. Eine Karte mit Wanderhinweisen findet ihr hier.

Blick auf Bélesta, Heimat der Domaine de Riberach. Foto: Hilke Maunder

Bélesta

Erst 19833 wurden in einer Grotte bei Bélesta Werkzeuge entdeckt, die den Ackerbau in der Region bereits vor 6000 Jahren belegen.

Mehr über die ersten Bauern im Vorland der Pyrenäen erfahrt ihr im Château-Musée de la Préhistoire, das über dem alten Winzerdorf thront.

Malerisch – die alte Bourg von Bélesta. Foto: Hilke Maunder

Dort haben Luc Richard und Karin Pühringer die einstige Genossenschaftskellerei von Bélesta in das Verwöhnhotel Domaine Riberach* verwandelt.

Fenouillèdes: Die einstige Genossenschaftskellerei birgt heute das schönste Hotel des Fenouillèdes. Foto: Hilke Maunder

Bio und Öko reimen sich dort auf Genuss und Design. Genieß den Verwöhnmix in 18 Zimmern, die früher Gärbehälter waren, im  Restaurant mit Loft-Charakter und im Badeteich, den ein Bach speist und Pflanzen ganz natürlich reinigen.

Die Zimmer des Hotels Riberach sind sytlisch mit Naturmaterialien eingerichtet. Foto: Hilke Maunder

Die Küche ist  bodenständig: Der Vorspeisensalat kommt als blumenreicher Garten daher, zu dem der weiße „Synthese“ aus der hauseigenen Kellerei ausgezeichnet mundet.

Fenouillèdes: Der Speisesaal des Hotel Riberach. Foto: Hilke Maunder

Schwein und Lamm liefern Produzenten aus den Nachbardörfern, Meeresforellen und anderen Fisch die Küste des Roussillon. Hier habe ich es euch vorgestellt.

Fenouillèdes: Bei Guillaume könnt ihr die Tropfen der Winzer von Bélesta kosten. Foto: Hilke Maunder

Caramany

Wunderschön gelegen ist auch Caramany. Die Weine, die hier wachsen, sind eine Besonderheit. Wie in den anderen Fenouillèdes-Dörfern Lesquerde, Latour-de-France und Tautavel gelten die Roten aus den Syrah-, Grenache- und Carignan-Reben als  besonders gut.

Die Genossenschaftskellerei von Caramany. Foto: Hilke Maunder

Sie  dürfen daher unter dem jeweiligen Ortsnamen vermarket werden – eine Ausnahme in der AOC Côtes-du-Roussillon Villages!

Von der Cave Coopérative führt in rund 30 Minuten ein Wanderweg vorbei an aufgelassenen Weinterrassen und wild mit Efeu bewachsenen Bäumen hinauf in die alte Bourg von Caramany.

Blick auf Caramany. Foto: Hilke Maunder

In ihren Kopfsteingassen findet ihr Feldsteinhäusern mit oftmals schön geschmückten Fassaden, die sich um die wuchtige Kirche mit ihrem offenen Glockenturm drängen.

Zu Füßen des Dorfes wurde 1994 der Agly aufgestaut. Vor dem Bau förderten archäologische Grabungen eine Nekropole aus dem Neolithikum zutage. Bereits um  4300 vor Christus haben Menschen hier gelegt.

Der Stausee des Agly wird auch Lac de Caramany genannt. Foto: Hilke Maunder

Der Stausee genießt unter Anglern einen exzellenten Ruf, die nachts mit Booten Karpfen fischen. Ebenfalls im Netz landen Regenbogenforellen, Flussbarsch, Döbel, Gründling und Aal.

Auch das Baden im See soll künftig offiziell erlaubt sein. Dazu wird bis 2021 bei Caramany ein Strandbad angelegt.

Die Staumauer des Agly. Foto: Hilke Maunder

Fe(i)lluns

Bereits 2200 v. Chr. wurde das Gebiet von Fe(i)lluns (60 Einw.) bewohnt. Spuren der Dolmen findet ihr im Osten des Ortes an einer Forststraße.

Wer gerne wandert, quartiert sich bei Fabienne Westerwald in eines der vier Ferienhäuser von Pyrénées Mon Amour* ein, jedes für sich eine Oase mit wunderschönem Ausblick!

Der Baum der Freiheit erinnert an die französische Verfassung. Foto: Hilke Maunder

Das Dörfchen selbst drängt sich um einen kleinen Platz mit Feldsteinkirche und Bushaltestelle. Ihn schmückt eine Platane, die als „Baum der Freiheit“ an das Jahr 1848 erinnert.

Damals war bei der Abfassung der Verfassung die Devise „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ zum Grundsatz der Republik Frankreich definiert worden.

Die Kellerei der Kooperative von Feilluns. Foto: Hilke Maunder

Nostalgie versprühen Wandbild und Schriftzug der örtlichen Winzergenossenschaft. In der Antike müssen hier Tuchmacher gearbeitet haben, verraten die lateinischen Wurzeln des Ortsnamens.

Fenouillet

Die Ruine der St-Peters-Burg. Foto: Hilke Maunder

530 m hoch liegt am Kreuzpunkt uralter Handelswege dieses Dorf, das nicht nur eine, sondern gleich drei eindrucksvolle Ruinen besitzt: das Château Vicomtal Saint-Pierre de Fenouillet, das bereits vor 800 errichtet wurde, das Castel Fizel und die Tour Sabarda.

Hinauf zur Burgruine mit Weitblick führt ein Wanderweg. Foto: Hilke Maunder

Ganz versteckt im tiefen Grün hat sich der örtliche Campingplatz. Mittwoch und Sonntag gibt es dort Livemusik. Ein schöner Wanderweg führt von hier durch die Schlucht Gorges Saint-Jaume bis nach Caudiès.

Efeu hat in der Saint-Jaume-Schlucht Felsen und Bäume erobert. Foto: Hilke Maunder

Fosse

Das Mini-Dorf versteckt sich mit drei Dutzend Einwohnern in einem Hochtal mit herrlichen Ausblicken auf die Berge. Mitten hindurch verlaufen zwei Weitwanderwege – die GR 10 und GR 36.

Sommer spüren – im Hochtal bei Fosse. Foto: Hilke Maunder

Im Herzen des alten Dorfes wird jeden Sommer der Löschteich der Feuerwehr umgewandelt in ein Schwimmbad. Der Besuch ist kostenlos, es gibt eine Badeaufsicht. Täglich wird das Wasser ausgetauscht.

Manche Natursteinhäuser von Fosse sind bereits so wunderschön renoviert. Foto: Hilke Maunder

Dadurch bleibt es auch im Hochsommer erfrischend. Montag ist Reinigungstag. Geöffnet ist daher nur Dienstag bis Sonntag von 14.30 bis 19 Uhr.

Erfrischender Badespaß – der Feuerlöschteich von Fosse. Foto: Hilke Maunder

Lesquerde

Wein, Yoga und Canigou, so könnte man in drei Worten das Bergnest beschreiben, das am Ortseingang einen kleinen Parkplatz für den Paradeblick anlegt hat.

Blick auf Lesquerde. Foto: Hilke Maunder

Der heilige Berg der Katalanen, meist mit einer Schneekappe bekrönt, zeigt sich von dort in seiner ganzen Pracht.

In der Ferne am Horizont: der Canigou. Foto: Hilke Maunder

Le Vivier

Als „Lunge des Fenouillèdes“ rühmt sich das Dorf im Schatten der wuchtigen Burgruine. Stolz ist es auch auf seine 600 Jahre alte Buche.

Zur Fajas d’En Baillette, die sich im Wald von Le Vivier versteckt, führt ein Wanderweg. Das PDF dazu hat das Département Pyrénées-Orientales als kostenlosen Download bereit gestellt.

Planèzes

Steigt bei eurem Besuch als erstes zur Kapelle empor und bewundert die Aussicht. Und im Frühjahr den Blütenteppich!

Auf dem Weg zum Dorf schaut euch bei der Cave Coopérative den kleinen Lehrgarten mit den lokalen Weinsorten an. Der Weg zur Kapelle führt direkt daran vorbei.

Nach einem Bummel durch das kleine Dorf folgt der Rue des Rivières vorbei an riesigen Agaven hinab zum Ufer des Agly, das ein Sandweg säumt, an dem Rohr mehrere Meter hoch wächst. Beeindruckend!

Rasiguères

Rasiguèrs ist die Hochburg des Rosé im Fenouillèdes, in dem sonst Rotweine dominieren. Seit dem 19. Jahrhundert nehmen die Reben fast das gesamte Ackerland ein.

Bei den Passejajes führen euch die Vignerons de Tremoine durch das Anbaugebiet und laden nach der Verkostung zum Winzermahl.

Kulinarische Genüsse bietet auch der Relais de Sceaury mit moderner, kreativer Küche. Auffällig sind die vielen schmiedeeisernen Gitter der Geländer und Fenster.

Saint-Martin-de-Fenouillet

Dort, wo die afro-iberische Platte auf die europäische stößt, findet ihr das kleine Städtchen Saint-Martin. Vor der Auberge de Taïchac beginnt ein rund acht Kilometer langer Rundweg.

Er zeigt, wie die unterschiedliche Geologie auch Landschaftsform und Flora beeinflusst habt. Vom Sentier des Hauts de Taïchac habt ihr zudem tolle Ausblicke über die Weinberge hin zum Canigou!

Auch hierfür gibt es wieder ein Wander-PDF des Départements. Wer länger wandern will, folgt dem GR 36.

Haut-Fenouillèdes

Bis zu 1350 Meter hoch schwingen sich die Gipfel des Haut-Fenouillèdes, den die Flüsse Desix und Matassa begrenzen.

Trilla, RabouilletPrats de Sournia, Sournia und Vira heißen die Bergnester, die sich hier verstecken, und weniger Einwohner haben, als die Anzahl und Größe der Häuser vermuten lässt.

Trilla

In Trilla sind es noch 58. Einer von ihnen war Vincent Balansa. Geschockt darüber, dass immer mehr Winzer des Ortes dem Wein den Rücken kehrten und alte Carignan-Weinstöcke, die um 1900 gepflanzt worden waren, einfach ausrissen, begann er 2009, sich für den Erhalt der Weinberge in 400-600 Meter Höhe zu engagieren.

Und rettete bereits im ersten Jahr 3,8 Hektar, die den Grundstock seines Bio-Weingutes Domaine de Boria bilden. Unterstützt wurde er dabei fast vom ganzen Dorf.

30 engagierte Männern und Frauen und selbst der Bürgermeister packten mit an beim Projet Bio Trilla. Doch 2013 machte er sich plötzlich aus dem Staube…

Doch das Dorf setzt sich weiterhin für die alte Rebkulturen ein. Initiiert vom Hamburger Journalisten André Dominé feiert es alljährlich die Fête des Vieux Cépages im Juli.

Rabouillet

700 m hoch liegt Rabouilllet im Südwesten des Fenouillèdes. Genießt oben vom Clocher die herrlichen Ausblicke auf das Tal der Desix, den Col d’Aussières und den Canigou.

Rinder und Ziegen werden auf den weiten Hochtal-Weiden rund um Rabouillet gezüchtet. Rund 110 Einwohner leben  in dem Feldsteindorf, das alljährlich im Sommer ein Dorffest feiert – und im Januar seinen Dorfpatron.

Prats-de-Sournia

Das 74-Einwohner -Dorf feiert am ersten Sonntag im Juni ein großes Dorffest mit Bauernmarkt, Kunsthandwerk, Ausstellungen, gemeinsamer Wanderung, Kinderanimation und Konzert: den Journée du Balcon du Fenouillèdes. Nicht verpassen!

Ein schöner Wanderweg folgt als 7,5 km lange Runde den Spuren der Cabanes, der typischen Feldsteinhäuschen in den Feldern und Weingärten.

Sournia

Sournia eröffnet tolle Ausblicke auf den Canigou. Das lockt Ausflügler ins malerische Örtchen. Während der Saison öffnet dort sogar ein kleines privates Museum  – la Musée de la Vie Quotidienne. Es präsentiert Alltagskultur von 1900 bis 1960, gesammelt von Myriam Frantz.

Vira

Im Hochmittelalter entstand rund um eine romanische Kirche dieses kleine Dorf des Haut-Fenouillèdes, das heute besonders für seine Lage berühmt ist. Es schmiegt sich an den Staatswald von Boucheville, der für seine Artenvielfalt berühmt ist.

Blick auf Vira am Staatswald von Boucheville. Foto: Hilke Maunder

Denn der Wald liegt an der Schnittstelle von drei klimatischen Einflüssen. Die vielen Buchen verraten das atlantische Klima, die Steineichen das mediterrane Klima, die Tannen das Gebirgsklima. Bis zu 200 Jahre alt sind manche Bäume – und mystisch mit Efeu überzogen !

Fenouillèdes: meine Reisetipps

Schlemmen

Auberge de Queribus

Robert und Patricia servieren Traditionsküche und katalanische Spezialitäten wie Bollas de picolats und Pareillades Catalanes.
• 93, Avenue Jean Jaurès, 66460 Maury, Tel. 04 68 59 10 26www.facebook.com/aubergedequeribus

Restocave Le Pichenouille

Laurent Vidal ist der charmante wie kundige Patron diese gemütlichen Wein-Bistros, das seit 1917 Schaufenster der örtlichen Weine ist.
• 33, Avenue Jean Jaurès, 66460 Maury, Tel. 04 68 59 02 18, mobil 06 70 01 81  47,  www.facebook.com/restocavelepichenouille

La Garrigue

Wie die Flora ringsum, die die Hänge des Fenouillèdes bedeckt, heißt das gutbürgerliche Lokal der charmanten Auberge „Le Relais des Corbières“. Marie und Eric bieten leckere lokale Küche und neun kuschelige Zimmer am Ortseingang von Saint-Paul-de-Fenouillet.
• 10, avenue Jean Moulin, Tel. 04 68 59 23 89, www.lerelaisdescorbieres.com 

Le Pouss‘ Café

Das Terrassenlokal von Béatrice und Thierry Pous ist im Sommer der Treff von Touristen und Einheimischen. Als Bistrot de Pays führt er neben der beliebten Pizza Pouss’Café auch lokale Küchenklassiker auf der Karte.
• 8, Place de la République, 66220 Saint-Paul-de-Fenouillet, Tel. 04 68 59 02 58, www.bistrotdepays.com/le-pouss-cafe

La Fabrique

Schulkantine und Bistrot de Pays mit topfrischer Regionalküche – bei gutem Wetter auch draußen auf der Terrasse. Sehr sympathisch!
• Rue des Écoles, 66720 Latour-de-France, Tel. 04 68 59 41 61www.lafabrique66720.com. Mi. geschl.

La Coq’À l’Ane

Ein wahres Kleinod & allerbeste Bistronomie: nur ein Menü, nur wenig Tische – um die Küche von Morgan van der Horst zu genießen, solltet ihr unbedingt vorab reservieren!
• 1, Place du Marché, 66720 Latour-de-France, Tel. 06 31 47 98 56http://lecoqalane66.wixsite.com/restaurant

Le Relais de Sceaury

Kreativ-moderne Lokalküche mit ausgesprochen gutem Preis-Leistungsverhältnis, vom Bib Gourmand (Michelin) empfohlen!
• 1, rue due Centre, 66720 Rasiguères, Tel. 04 68 63 33 42, https://restaurant.michelin.fr

Auberge de Sournia

Sandrine und Alain bieten in ihrem Landgasthof auf halbem Weg von Saint-Paul-de-Fenouillet nach Prades auch katalanische Küche – ihre „Picolet“-Hackbällchen mit weißen Bohnen und Tomaten sind ein kulinarischer Klassiker des Pays Catalan!
• 4, Route de Prades, 66730 Sournia, Tel. 04 68 97 72 82, www.auberge-sournia.com

L’Aquaeduc

Leila und Pascal haben im Juni 2018 das Dorfbistro von Ansignan wieder eröffnet und um fünf Ferienwohnungen bereichert. Die Zutaten für ihre Marktküche beziehen sie von lokalen Produzenten wie Schlachter Pellessier aus Saint-Paul-de-Fenouillet. Im Sommer veranstalten sie Themenabende. Dienstag gibt es nach dem Büffet Karaoke, Donnerstag Latino-Klänge und Tapas.
• 1, rue de l’aqueduc, 66220 Ansignan, Tel. 06 04 52 63 86

Café Carton

Epicerie, Bar, Bühne: Kristof hat das Café Carton seit 2017 zu einem der hippsten Locations im Fenouillèdes gemacht.
18, Grand Rue, 66720 Caramany, Tel. 06 13 91 07 02, www.facebook.com

Schlafen & schlemmen

Château de Peyralade*

Véronique und Xavier Maury laden seit Herbst 2016 zu séjours oenologique / culinare auf ihrem Anwesen im Tal des Agly inmitten von Garrigue und Wein. Die Zimmer, das Essen und die Gastgeber: einfach wunderbar!
• Route de Caudiès, 66220 Saint-Paul-de-Fenouillet, Tel. 04 68 28 88 06www.chateaudepeyralade.fr

Hôtel Le Châtelet*

Beliebtes Zweisternehaus mit 14 Zimmern, guter Küche und Außenpool etwas außerhalb gelegen inmitten von Weinbergen.
• Km 2, route de Caudiès, 66220 Saint-Paul-de-Fenouillet, Tel. 05 61 05 60 41, www.hotelsaintpauldefenouillet.com

Relais des Corbières

Marie und Eric betreiben dieses gemütliche Familienhotel mit neun Zimmern am Ortsrand von Saint-Paul. Auch die Einheimischen kommen hierher zum Essen in ihr Restaurant „La Garrigue“ – besonders sonnabends nach dem Markt.
• 10, av. Jean-Moulin, Tel. 04 68 59 23 89, www.lerelaisdescorbieres.com

Domaine Riberach*

Sternstunden für alle Sinne: im Restaurant „La Coopérative“, im Spa, in den Zimmern.. und der wundervollen Landschaft ringsum mit Wein und Garrigue.
• 2, Route de Caladroy, 66720 Belesta, Tel. 04 68 50 30 10www.riberach.com

Domaine de Coussères*

Drei Kilometer außerhalb von Saint-Paul-de-Fenouillet Richtung Caudiès haben Anne und Joe Maes ihr Herrenhaus eigenhändig renoviert und in ein Gästehaus mit sechs luxuriösen Gästezimmern verwandelt. Hinauf zum Herrenhaus, das eindrucksvoll wie abgeschieden mitten in der Garrigue in einem wunderschönen Garten liegt, führt eine monumentale Gästetreppe.
•  Domaine de Coussères, 66220 Prugnanes, Tel. 04 68 59 23 55, www.cousseres.fr

Weiterlesen

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Das Kapitel „Im Trend“ verrät, was es Neues zu erleben gibt im Hexagon: vom Skijöring in den Skigebieten bis zum Übernachten im Baumhaushotel. Alle Hintergrundinformationen zu Frankreich und seinen Menschen findet ihr unter Fakten, Menschen & News. Es folgen: Tipps für Bars und Boutiquen, Erlebnissen für  Familien, Paare oder Alleinreisende.

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7 Kommentare

  1. Das Fenouillet hat uns dieses Wochenende total begeistert. Hinter jeder Ecke kann man etwas Neues entdecken. Die Landschaft ändert sich ständig, so daß wir überall herumkrochen, um nach Blumen und Kräutern zu fahnden. Wir entdeckten wilden Knoblauch, ebenso wie Oregano, Rosmarin und Thymian, neben Knabenkraut, Akelei, Löwenmäulchen und diversen wilden Orchideenarten. Das Schönste ist, daß man hier Kultur, Sport, Natur und Genuß erstklassig miteinander verbinden kann; denn hier findet man eine sagenhafte Blumenwiese, von der man sich nur schwer lösen kann, um gerade noch rechtzeitig vor dem nahenden Gewitter den steilen Anstieg hochzujoggen, die Aussicht zu genießen und sich vorzustellen, wie die Katharer im Mittelalter wohl sehr karg gelebt haben. Zur Belohnung für das Abenteuer gab es hinterher französischen Käse und Wein und Baguette und Muße für eine gepflegte Unterhaltung bis lange nach Mitternacht!

    DANKE Hilke!

  2. Hallo Hilke, genau an dem Straßenschild habe ich bereits gestanden. Ich hatte eine Tour durch das Languedoc-Roussillon unternommen und war neugierig auf die Umgebung im Landesinneren. Saint-Paul-de-Fenouillet hat mir sehr gut gefallen. Klein und überschaulich, mit einem kommunikativen Marktplatz und sehr freundlichen Einwohnern. Die Ausganglage von St. Paul ist klasse, für Ausflüge in die Berge, Wanderungen oder in die nahen Weinanbaugebiete. Keine 30 Minuten von Perpignan entfernt taucht man in diese abwechslungsreiche Landschaft ein. Der Ort bietet alles was man benötigt und ich habe dort ein Stadtfest erleben dürfen. Recht lebendig ging es auf dem Marktplatz mit Musik und Weinständen zu und an vielen Ständen gab es leckere Köstlichkeiten aus der Umgebung zu probieren. So stelle ich mir französisches Leben vor. Maury hat mir ebenfalls gut gefallen und ein paar edle AOC Tropfen habe ich Vorort probiert, köstlich. Ganz besonders hat mir die wilde Schlucht „Gorges de Galamus“ gefallen und die Eremitage. Die Landschaft ist traumhaft und oft hat man einen freien Blick auf den in der Ferne thronenden Canigou. Was ich sehr empfehlen kann ist ein Ausflug zur Katharerburg Quéribus. Der Aufstieg gleicht einer kleinen Mutprobe, wird aber mit einer traumhaften Aussicht belohnt und gibt den Blick auf weitere Spuren der Katharer frei. Das Gebiet ist sehr geschichtsträchtig. Bei meiner nächsten Fahrt nach Frankreich, werde ich auf jeden Fall wieder Zeit für diesen schönen Landstrich einplanen.

  3. Wunderbar, Hilke. Deine Reisetipps sind Gold wert – abseits vom Mainstream und Touristenströmen, sprich für diejenigen, die Land und Leute kennen (und lieben) lernen wollen. Du hast uns Appetit gemacht, die Gegend um Perpignan einmal näher zu erkunden – es scheint, es gibt dort auch viele tolle Fotomotive

  4. Die Kindheitserinnerungen der Franzosen (und der Französinnen!) hätte ich auch gern! Wir sind mit dem Flieger nach Toulouse gekommen und mit dem Mietauto nach einer Stunde im Languedoc gelandet. Dort wurde uns wieder einmal bewusst, dass man von Frankreich im Urlaub niemals genug bekommen wird. So vielfältig und reichhaltig! So historisch und so französisch! Speziell deine Ecke mit Mittelmeer, Pyrenäen, Okzitanien, Nordkatalonien, wie immer sich das bezeichnet: Hinter jeder Ecke tut sich eine Wundertüte auf. „Languedoc“ kannte ich nur von d’Artagnan und Angelique…, deutsche Kindheitslektüre. Ich hatte mein mitgebrachtes Navi aus Versehen auf „kürzeste Entfernung“ gestellt, und so kamen wir wirklich immer tiefer ins Mittelgebirge. Was für Landschaften. Diese Katharerburgen, diese Schluchten…Und diese Dörfer. Mit ihren Weinlagen. In Limoux dann Perlwein zum Confit de canard, in Maury fois gras. Gut, eine Ente möchte ich hier nicht sein, aber ihre Kindheitserinnerungen? Oder ein Wildschein? Doch ja! Ziemlich unbekannt alles hier im deutschen Norden. Und die Verbindungen nach Deutschland sind perfekt. Wir waren früher bereits einmal auf Freundesbesuch kurz in Toulouse, Carcassonne und Andorra, damals noch mit dem Airbus-Versorger aus Finkenwerder, aber den Fenouillèdes hatten wir gar nicht auf dem Zeiger. Weil mein mitgebrachtes Navi auf „kürzeste Entfernung“ eingestellt war, führte es mich über Limoux und Bugarach durch die Gorge de Galamus nach St. Paul, und zurück über den St. Louis-Pass. Was für wunderbare Strecken. Wir müssen wiederkommen Hätten wir doch nur statt drei Wochen im langweiligen Perigord zu verbringen, ein Häuschen im Fenouillèdes gemietet!

  5. Die Region ist wahrlich ein Geheimtipp, wenig Tourismus, wunderbares Essen und gerade im Herbst traumhafte Farben! Wir haben bei Veronique und Xavier gewohnt und haben uns „wie Gott in Frankreich“ gefühlt!

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