Pilgern mit Genuss: die Jakobswege Frankreichs

Jakobswege: Symbol der Pilger: die Jakobsmuschel. Foto: Hilke Maunder
Souvenirstand vor der Kathedrale mit PIlgerstäben, an denen Jakobsmuscheln als Symbol des Pilgerweges baumeln. Foto: Hilke Maunder

Unterwegs zu sein auf dem Jakobsweg ist mehr. Mehr als schöne Landschaften. Mehr als Blasen an den Füßen. Mehr als Nächte in Schlafsälen oder Wettergüsse vom eben noch blauen Himmel.

Unterwegs sein auf dem Jakobsweg ist auch: Begegnung mit sich selbst. Ankommen und entgrenzen. Und für einige von euch vielleicht in Nach-Corona-Zeiten auch der Weg beim Wunsch, innerlich wieder Einklang zu finden und sich zu reinigen.

Am Anfang der Jakobswege stand eine Entdeckung: drei Sarkophage auf einem galizischen Acker. Der Eremit Pélagius und Bischof Theodomir hatten sie im 9. Jahrhundert entdeckt.

Ein wahrer Sturm von Sternschuppen hatte sie zur Grabstätte des Apostel Jakobs und seiner beiden Begleiter Athenase und Theodorus geführt.

11 Kommentare

  1. Es gibt einen neuen sehr schönen Film über den Jakobsweg, den Camino Francés, von Gabi Röhrl. Er hatte einen furiosen Filmstart im November in Bayern, wurde dann aber durch das Coronavirus ausgebremmst. Gabi startet in Saint-Jean-Pied-de-Port und läuft bis Santiago de Compostela. Unter nur-die-füsse-tun-mir-leid.de gibt es jede Menge Informationen zum Film. Sehr sehenswert!

  2. Liebe Frau Maunder, ganz herzlichen Dank für diesen tollen Bericht !Ich bin jetzt seit fünf Jahren in Etappen auf meinem “ persönlichen “ Jakobsweg unterwegs: der GR 34 ! Die Hälfte der Strecke habe ich bereits erleben dürfen. Wenig kirchliches auf dem Weg selbst aber Selbstbesinnung pur. Alles Gute, bleiben Sie gesund !

  3. Liebe Hilke,
    sehr interessanter Bericht! Es gibt auch noch die Via Aurelia (GR653A)zwischen Menton und Arles. Dieser Weg kommt aus Italien und führt nicht weit von unserem Haus im Var entfernt am Zisterzienserkloster Le Thoronet vorbei. Steht noch auf unserer to do Liste.
    Herzliche Grüße, Claudia

  4. Liebe Frau Maunder,
    das war wieder einmal ein schöner Artikel. Wissen Sie zufällig, welchen Weg die Pilger in dem Film St. Jacques – Pilgern auf Französisch (Originaltitel: La Mecque) nehmen? Ist es die Via Podiensis? Ich liebe diesen Film. Da ich gehbehindert bin, kann ich den Jacobsweg leider nicht selbst laufen, aber ich lese sehr viel darüber und gucke mir alle Dokus und Filme an, die ich zu fassen bekomme.

    • Liebe Frau Steinhauf, oh, dankf für den Tipp, den ich dann doch gleich aufnehme! Das Filmdatenbank hat mir verraten, das es sich dabei um die Strecke von Le Puy-en-Velay nach Santiago de Compostela gehandelt hat, sprich, die Via Podiensis. An einem Beitrag zu Le Puy-en-Velay arbeite ich gerade noch. Viele Grüße und belieben Sie gesund! Hilke Maunder

  5. Einige Anmerkungen von mir: Ein weiterer franz. Film zu empfehlen: La Mecque (in Deutschland auch Saint Jacques … Pilgern auf Französisch) ist eine französische Filmkomödie von Regisseurin Coline Serreau aus dem Jahr 2005. Sie handelt von der über 1500 km langen Wallfahrt dreier Geschwister nach Santiago de Compostela. Zum anderen. Seit 2016 habe ich ja noch einen Wohnsitz in Canet d`Aude. Etwa 200 Meter von meinem Haustor entfernt wurde ein Teil der „Via Aquitana“ (Quasi der Canal du Midi als Fussweg) offizieller Teil des Jacobsweges. In Münster (Deutschland) lebe ich neuerdings ebenfalls in direkter Nähe zum Jakobsweg. Gut, das ich bekennender Atheist bin, sonst würde ich das noch hinterfragen. Ich vermute, dass dieser Jakobsweg sich inflationär ausbreitet

    • Oh, danke für den Tipp, Reiner! Den nehme ich dann doch gleich mal auch noch mit auf. Für die Jakobswege muss man nicht gläubig sein, man kann sie auch einfach frisch und frei entlang wandern und dabei eine tolle Natur und faszinierende Städte entdecken. Wie auch ein Kulturerbe, dass Europa geprägt hat. Jeder hat einen eigenen Grund, ihn zu laufen, habe ich unterwegs gemerkt. Ein wirklich bunt gemischtes Völkchen begegnet Dir da!

    • Oh, danke für den Tipp, Reiner! Den nehme ich dann doch gleich mal auch noch mit auf. Für die Jakobswege muss man nicht gläubig sein, man kann sie auch einfach frisch und frei entlang wandern und dabei eine tolle Natur und faszinierende Städte entdecken. Wie auch ein Kulturerbe, dass Europa geprägt hat. Jeder hat einen eigenen Grund, ihn zu laufen, habe ich unterwegs gemerkt. Ein wirklich bunt gemischtes Völkchen begegnet Dir da!

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