Pyrenäen

Auch Esel weiden am Col du Soulor. Foto: Hilke Maunder
Am Col du Soulor weiden Esel. Foto: Hilke Maunder

Die Pyrenäen sind ein echter Grenzfall: Hier endet Europa und beginnt Afrika. Zumindest für die Geologen – denn hier knallt unsere Kontinentalplatte an das afri­kanische Schild.

Die Gipfel der Pyrenäen bei La Mongie. Foto: Hilke Maunder
Die Gipfel der Pyrenäen bei La Mongie. Foto: Hilke Maunder

Das Urgestein wurde hochgeschoben, geknickt, gefaltet – schroff und steil zum Felsriegel der Pyrenäen.

In seinem Herzen schützt 100 Kilometer lang, aber nur zehn Kilometer breit, der Pyrenäen-Nationalpark das mächtige Gebirge, das Frankreich zu Spanien begrenzt. Wild, ursprünglich und völlig anders als die Alpen.

Cauterets: mein Iglu - selbstgebaut. Foto: Hilke Maunder
Mein Iglu – selbstgebaut. Foto: Hilke Maunder

Gen Westen ragt die Eisspitze des Vignemale 3298 Meter hoch in den Himmel – Rekord im Nati­onalpark. Von Osten weht sanft und mild das Mittel­meer herüber, von Westen kommt kühlere Atlantik­luft: Auch das Klima ist ein Grenzfall.

Es ändert sich von Tal zu Tal und sorgt für eine einzigartige Vielfalt. Pflanzen, anderswo ausgestorben, haben hier überlebt.

Frühling am Pont d'Espagne. Foto: Hilke Maunder
Am Pont d’Espagne. Foto: Hilke Maunder

Die Pyrenäen-Schwarzkiefer hält problemlos Frost bis minus 16 Grad aus. Sie rahmt nicht nur das Hochtal des Pont d’Espagne und die Wedelberge der Hochpyrenäen bei Saint-Lary-Soulan ein, sondern wird auch seit Jahrhunderten zum Bauen verwendet – wie beim nostalgischen Bahnhof von Cauterets, der um 1900 komplett aus Holz entstand. Die Pyrenäen: was für Berge!