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Haute-Garonne!
on den goldgelben Sonnenblumenfeldern des Lauragais über das fruchtbare Tal der Garonne und die sanften Hügel des Comminges bis hin zu den schneefunkelnden Bergspitzen der Pyrenäen prägt eine unvergleichliche landschaftliche Vielfalt das Département Haute-Garonne. Unter der Ordnungsnummer 31 vereint dieser Landstrich im Südwesten Frankreichs pulsierendes Großstadtflair mit Bergeinsamkeit in den Pyrenäen und bäuerlichem Erbe in sanft gewellten Hügelketten.
Das Département Haute-Garonne trägt die Ordnungsnummer 31 und grenzt an die Départements Hautes-Pyrénées im Südwesten, Gers im Westen, Tarn-et-Garonne im Norden, Tarn im Nordosten und Ariège im Süden. Im Südwesten grenzt das Département Haute-Garonne am Hauptkamm der Pyrenäen auch an Spanien. Kurz hinter der Grenze, im spanischen Val d’Aran, entspringt die Namensgeberin des Départements: die Garonne, fließt als breiter Strom an Toulouse vorbei (Foto) und vereint sich nach 529 Kilometern bei Bordeaux mit der Dordogne, bevor sie als Gironde mit dem größten Ästuar Europas in den Atlantik mündet.
Toulouse: die boomende ville rose

Die Präfektur des Départements Haute-Garonne ist zugleich die stolze Hauptstadt der Region Occitanie: Toulouse. Ihre jahrhundertealte Backsteinarchitektur hat ihr den Beinamen La Ville Rose (die rosarote Stadt) eingebracht. Wenn die Abendsonne auf die Fassaden am Ufer der Garonne trifft, glüht die Stadt in warmen Terrakotta-Tönen.
Doch Toulouse ist weit mehr als ein historisches Juwel.als europäisches Zentrum der Luft- und Raumfahrt hat sie sich zu einer boomenden Metropole entwickelt, in der Hochtechnologie auf entspanntes südfranzösisches Lebensgefühl trifft. Ihr Herz schlägt an der Place du Capitole, von wo aus ihre inzwischen immer stärker verkehrsberuhigte Innenstadt herrlich beim entspannten Flanieren entdecken könnt. Die Basilika Saint-Sernin ist eine der größten romanischen Kirchen Europas und Etappe der Pilger auf dem Jakobsweg.

Das Musée des Augustins birgt in seinen Kreuzgängen eine der bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher Kunst, während die Cité de l’Espace als interaktives Weltraummuseum Jung und Alt zum Staunen bringt. Mitten durch das Stadtzentrum ziehen sich zudem der Canal du Midi und der Canal de Brienne. Unter uralten Platanen lässt es sich hier herrlich spazieren oder auf dem Rad die Stadt durchqueren.
Auf Pilgerpfaden zum Krokodil
Wer Toulouse hinter sich lässt und dem Lauf der Garonne flussaufwärts folgt, taucht ein in die frühere Provinz Comminges, wo die Kathedrale von Saint-Bertrand-de-Comminges als ein „Mont-Saint-Michel der Pyrenäen“majestätisch auf einem Hügel thront. Drinnen birgt die Cathédrale Sainte-Marie eine kuriose Überraschung: Ein ausgestopftes Krokodil hängt an einer der Wände – eine exotische Votivgabe aus fernen Jahrhunderten, die bis heute Rätsel aufgibt. Nur wenige Schritte weiter eröffnen die Ruinen des antiken Lugdunum Convenarum atemberaubende Ausblicke auf das Pyrenäenvorland.

Die Heimat des Cassoulet
Die Küche des Département Haute-Garonne ist herzhaft, ehrlich und tief in der Erde verwurzelt. Das unangefochtene Nationalgericht des Landstrichs ist das Cassoulet, ein deftiger Eintopf aus weißen Bohnen, Confit von der Ente und der berühmten Saucisse de Toulouse. Diese frische, grobe Bratwurst ist das kulinarische Aushängeschild der Hauptstadt. Im Frühjahr feiert die Stadt ihre zarte Blüte. Die essbaren Blüten des Toulouser Veilchen schmücken nicht nur Desserts, sondern verleihen auch Likören und Pralinen ein einzigartiges Aroma.
In den Bergen des Comminges hingegen reift der Barousse, ein kräftiger Käse aus Kuh- oder Schafmilch, der hervorragend zu den kräftigen, meist roten Weinen der Region passt. Im Winter dampft die Garbure als sättigende Suppe in den Hütten der Berge. Ob auf den bunten Märkten von Toulouse oder in einer rustikalen Auberge in den Pyrenäen – das Département Haute-Garonne zelebriert das savoir-vivre des Midi in Vollendung!
































