ENTDECKT
Bouches-du-Rhône
Die Küste der Calanques mit ihren Fjorden am Mittelmeer, das Minigebirge der Alpilles, der Malerberg der Montagne Sainte-Victorie, die tischtuchplatte Ebene der Crau, die étangs der Camargue, die Côte Bleue mit ihren Fischerhäfen, die Sandstrände am Mittelmeer: Schon bei seinen Naturlandschaften überwältigt das Département Bouches-du-Rhône mit einer atemberaubenden Vielfalt am linken Ufer des Delta der Rhône.
Mit einer Fläche von 4.935 Quadratkilometern ist Bouches-du-Rhône im äußersten Westen der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur das achtgrößte Departement des Landes. Unter Napoleon mit der Ordnungsnummer 13 versehen, grenzt es im Norden an das Département Vaucluse, im Osten ans Département Var, im Westen ans Département Gard der Region Okzitanien und im Süden ans Grand Bleu, das Mittelmeer.
Die Wurzeln der Städte und Dörfer im Déparretement Bouches-des-Rhône oftmals bis in die gallo-römische Antike zurück. Immer wieder haben sie sich im Laufe der Jahrhunderte neu erfunden und dabei einen Mix hervorgebracht, der für ungeheure Dynamik sorgt – besonders in Marseille, Frankreichs melting pot am Mittelmeer.

Marseille: die wilde Schöne am Mittelmeer
Das Herz des Départements schlägt in Marseille, Frankreichs melting pot am Mittelmeer. Ich liebe die Partnerstadt von Hamburg, ihre Kontraste, ihren Mix der Kultur, ihren Hafen, ihre Küste, ihre Küche – und ihre Menschen.
Gemeinsam mit Aix-en-Provence, das die typisch provenzalische Lebensart mit barocker Eleganz und Platanen-Alleen kultiviert, bildet Marseille heute einen Ballungsraum, der nach Paris die Nummer zwei im Land ist – ein Titel, um den man sich regelmäßig ein heftiges Duell mit Lyon liefert. Jahrhundertelang galt Marseille als älteste Stadt im Hexagon. Diesen Titel macht ihr heute Béziers im Département Hérault streitig, das behauptet, ebenfalls schon 2.600 Jahre alt zu sein.

Arles: Antike trifft Zukunft
Arles ist ein Phänomen: Die Stadt ist gleich dreimal Welterbe. Wer durch die Gassen schlendert, begegnet den Prachtbauten der gallo-römischen Antike und der Romanik an jeder Ecke. Doch Arles blickt nicht nur zurück. Mit dem futuristischen, in der Sonne glitzernden Turm von Frank Gehry hat sich das Kreativzentrum LUMA ein Wahrzeichen gesetzt, das einen kühnen Kontrapunkt zur römischen Arena setzt. Hier verschmelzen Jahrtausende zu einer vibrierenden Gegenwart.
Einzigartige Landschaften
Zum Stadtgebiet von Arles gehört die Camargue mit dem Delta der Rhône. Das weite Land ist die Heimat der Reisbauern und der Manadiers, die für die Arenen Südfrankreichs die weltberühmten schwarzen Stiere züchten. Auf weißen Pferde könnt ihr die Camargue entdecken – oder auf Stelzenwecke rosa Flamingos und andere gefiederte Gäste beobachten.
Die Alpilles sind ein kleines Gebirge voller Olivenhaine, in denen Dörfer wie Saint-Rémy-de-Provence den Inbegriff des provenzalischen Traums verkörpern. Auf der tischtuchplatten Ebene der Crau weiden bis heute die Schafe, nahezu ungebunden wie einst. Als Colorado der Provence wurden die Ockerbrüche von Rustrel berühmt. Bei Sonnenschein inszenieren nszenieren sie ihr Feuerwerk der Farben. Bei grauem Himmel ist der Besuch enttäuschend, bei feuchtem Wetter das Gelände sehr rutschig.

Das Mittelmeer hat im Département Bouches-du-Rhône eine Küste geschaffen, die träumen lässt. Die Calanques und die Côte Bleue sind Naturjuwele, die ihr von Land und Wasser gleichermaßen entdecken könnt. Echte Natur und urbane vibes: Im Département Bouches-du-Rhône liegen sie ganz dicht beieinander.
Mittelmeer-Küche von ehrlich bis raffiniert
Eine einzige Verführung ist auch die Küche. Ob eine echte Bouillabaisse in Marseille, die nach Meer und Safran schmeckt, oder das zarte Lammfleisch aus der Crau – die Produkte sind vom Mistral und der Sonne geküsst. Dazu passen die Weine der Coteaux d’Aix-en-Provence oder einen kühlen Rosé aus Cassis, während die Zikaden in den Pinien ihr Lied singen und die pointus sanft auf den Wellen am Hafenkai tanzen.






















































